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Bei Insulinresistenz reagieren die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf Insulin. Eine gezielte Ernährung kann die Insulinsensitivität verbessern und das Diabetesrisiko senken.
Bei Insulinresistenz reagieren die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf Insulin. Eine gezielte Ernährung kann die Insulinsensitivität verbessern und das Diabetesrisiko senken.
Bei einer Insulinresistenz reagieren die Zellen des Körpers – insbesondere Muskel-, Leber- und Fettzellen – nicht mehr ausreichend auf das Hormon Insulin. Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse produziert und ist dafür zuständig, Glukose (Zucker) aus dem Blut in die Zellen zu schleusen, damit diese Energie gewinnen können. Funktioniert dieser Mechanismus nicht richtig, steigt der Blutzuckerspiegel an, und die Bauchspeicheldrüse muss immer mehr Insulin produzieren, um den Blutzucker zu regulieren. Langfristig kann dies zu Typ-2-Diabetes, metabolischem Syndrom und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.
Die Entstehung einer Insulinresistenz ist multifaktoriell. Zu den häufigsten Ursachen gehören:
Eine angepasste Ernährung ist eine der wirksamsten Maßnahmen, um die Insulinsensitivität zu verbessern. Ziel ist es, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und Blutzuckerspitzen zu vermeiden. Die folgenden Grundprinzipien sind dabei entscheidend:
Nicht alle Kohlenhydrate sind gleich. Wichtig ist der Glykämische Index (GI) und die Glykämische Last (GL) der Lebensmittel. Kohlenhydrate mit niedrigem GI werden langsamer abgebaut und lassen den Blutzucker nur moderat ansteigen.
Ballaststoffe verlangsamen die Verdauung und die Aufnahme von Glukose ins Blut, was zu einem stabileren Blutzuckerspiegel führt. Empfohlen werden mindestens 25–30 g Ballaststoffe pro Tag. Gute Quellen sind:
Ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Omega-3-Fettsäuren, können Entzündungsprozesse hemmen und die Insulinsensitivität fördern. Empfehlenswerte Fettquellen sind:
Einschränken sollte man gesättigte Fettsäuren aus rotem Fleisch und Vollfett-Milchprodukten sowie Transfette aus industriell verarbeiteten Lebensmitteln.
Proteine haben einen geringen Einfluss auf den Blutzucker und fördern das Sättigungsgefühl. Sie helfen, Muskelmasse zu erhalten, was wiederum die Insulinsensitivität verbessert. Gute Proteinquellen umfassen:
Zugesetzter Zucker – insbesondere in Form von Fruktose in Fertigprodukten, Softdrinks und Fruchtsäften – ist einer der Haupttreiber von Insulinresistenz und nicht-alkoholischer Fettleber. Die Reduzierung von Zucker und stark verarbeiteten Lebensmitteln ist daher essenziell.
Mehrere Ernährungsmuster haben in wissenschaftlichen Studien positive Effekte auf die Insulinsensitivität gezeigt:
Eine Insulinresistenz sollte ärztlich abgeklärt und behandelt werden. Wenn trotz Ernährungsumstellung die Blutzuckerwerte erhöht bleiben oder weitere Risikofaktoren wie starkes Übergewicht, hoher Blutdruck oder erhöhte Blutfettwerte vorliegen, ist eine medizinische Begleitung essenziell. In manchen Fällen kann zusätzlich eine medikamentöse Therapie (z. B. mit Metformin) sinnvoll sein.
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