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Die Insulinsensitivitätsanalyse misst, wie gut der Körper auf Insulin anspricht. Sie hilft, Insulinresistenz frühzeitig zu erkennen und das Diabetesrisiko einzuschätzen.
Die Insulinsensitivitätsanalyse misst, wie gut der Körper auf Insulin anspricht. Sie hilft, Insulinresistenz frühzeitig zu erkennen und das Diabetesrisiko einzuschätzen.
Die Insulinsensitivitätsanalyse ist ein diagnostisches Verfahren, das bewertet, wie empfindlich die Körperzellen auf das Hormon Insulin reagieren. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert und ist dafür verantwortlich, dass Glukose (Blutzucker) aus dem Blut in die Zellen aufgenommen wird, wo sie als Energiequelle dient. Reagieren die Zellen weniger empfindlich auf Insulin, spricht man von einer Insulinresistenz – einem zentralen Risikofaktor für Typ-2-Diabetes, metabolisches Syndrom und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Eine verminderte Insulinsensitivität bedeutet, dass die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin produzieren muss, um den Blutzucker im Normalbereich zu halten. Mit der Zeit kann dies zur Erschöpfung der insulinproduzierenden Betazellen führen und einen manifesten Typ-2-Diabetes auslösen. Die frühzeitige Analyse der Insulinsensitivität ermöglicht daher präventive Maßnahmen, bevor bleibende Schäden entstehen.
Der Clamp-Test gilt als Goldstandard zur Messung der Insulinsensitivität. Dabei wird Insulin kontinuierlich infundiert und gleichzeitig Glukose zugeführt, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Die benötigte Glukosemenge spiegelt direkt die Insulinsensitivität wider. Dieser Test wird vor allem in der Forschung eingesetzt.
Der HOMA-IR-Index ist eine einfache, im klinischen Alltag weit verbreitete Methode. Aus dem nüchternen Blutglukosewert und dem nüchternen Insulinwert wird ein Index berechnet, der Rückschlüsse auf die Insulinresistenz erlaubt. Ein erhöhter HOMA-IR-Wert deutet auf eine verminderte Insulinsensitivität hin.
Beim oralen Glukosetoleranztest trinkt der Patient eine definierte Glukoselösung. Anschließend werden Blutzucker- und Insulinspiegel zu mehreren Zeitpunkten gemessen. Das Muster des Insulinanstiegs gibt Aufschluss über die Insulinsensitivität und die Funktion der Betazellen.
Der QUICKI-Index ist ein weiterer berechneter Wert aus Nüchterninsulin und Nüchternglukose, der eine einfache Einschätzung der Insulinsensitivität im Praxisalltag ermöglicht. Niedrigere QUICKI-Werte weisen auf eine geringere Insulinsensitivität hin.
Eine Insulinsensitivitätsanalyse wird empfohlen bei:
Verschiedene Faktoren können die Insulinsensitivität positiv oder negativ beeinflussen:
Wird eine verminderte Insulinsensitivität festgestellt, stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung:
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