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Insulinsensitivitätsmarker sind Messwerte, die angeben, wie gut der Körper auf Insulin anspricht. Sie helfen, Insulinresistenz frühzeitig zu erkennen und das Diabetesrisiko einzuschätzen.
Insulinsensitivitätsmarker sind Messwerte, die angeben, wie gut der Körper auf Insulin anspricht. Sie helfen, Insulinresistenz frühzeitig zu erkennen und das Diabetesrisiko einzuschätzen.
Insulinsensitivitätsmarker sind biologische Messwerte (sogenannte Biomarker), die beschreiben, wie empfindlich die Körperzellen auf das Hormon Insulin reagieren. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert und ist entscheidend dafür, dass Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen werden kann. Ist die Insulinsensitivität vermindert, spricht man von einer Insulinresistenz – einem zentralen Risikofaktor für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und das Metabolische Syndrom.
Eine nachlassende Insulinsensitivität entwickelt sich oft schleichend und bleibt lange symptomlos. Durch die regelmäßige Bestimmung geeigneter Marker lassen sich Risikogruppen frühzeitig identifizieren und gezielte Maßnahmen einleiten, bevor ein manifester Diabetes entsteht.
Der Nüchternblutzucker ist der einfachste und am häufigsten verwendete Screening-Parameter. Ein Wert zwischen 100 und 125 mg/dl (5,6–6,9 mmol/l) gilt als Hinweis auf Prädiabetes; Werte ab 126 mg/dl (7,0 mmol/l) weisen auf einen manifesten Diabetes mellitus hin.
Der HOMA-IR (Homeostatic Model Assessment of Insulin Resistance) ist ein rechnerischer Index, der aus Nüchternblutzucker und Nüchterninsulin ermittelt wird:
HOMA-IR = (Nüchternblutzucker [mmol/l] × Nüchterninsulin [µU/ml]) ÷ 22,5
Werte über 2,0–2,5 gelten in vielen Leitlinien als Hinweis auf eine relevante Insulinresistenz.
Der HbA1c-Wert spiegelt den durchschnittlichen Blutzucker der letzten zwei bis drei Monate wider. Er ist ein etablierter Marker für die langfristige Glukosekontrolle. Werte zwischen 5,7 % und 6,4 % (39–47 mmol/mol) gelten als Prädiabetes-Bereich.
Beim oralen Glukosetoleranztest wird nach dem Trinken einer definierten Zuckerlösung (75 g Glukose) der Blutzucker nach zwei Stunden gemessen. Dieser Test gibt Auskunft über die Fähigkeit des Körpers, Glukose effizient zu verarbeiten, und gilt als Goldstandard zur Diagnose von Glukosetoleranzstörungen.
Erhöhte Nüchterninsulinwerte können auf eine kompensatorische Mehrproduktion von Insulin hinweisen, die entsteht, wenn die Zellen weniger empfindlich auf Insulin reagieren. Dies ist oft ein frühes Zeichen einer Insulinresistenz, noch bevor der Blutzucker ansteigt.
HOMA-Beta ist ein ergänzender Index zur Beurteilung der Funktion der insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Er ermöglicht eine differenzierte Betrachtung: Liegt eine Insulinresistenz vor, oder ist die Insulinproduktion bereits eingeschränkt?
Erhöhte Triglyzeridwerte und ein niedriges HDL-Cholesterin (das sogenannte gute Cholesterin) sind indirekte Marker für eine gestörte Insulinsensitivität und finden sich häufig beim Metabolischen Syndrom. Der Triglyzerid/HDL-Quotient gilt als praktischer Surrogatmarker für Insulinresistenz.
Adiponektin ist ein vom Fettgewebe ausgeschüttetes Hormon (Adipokin), das die Insulinsensitivität fördert. Niedrige Adiponektinspiegel sind mit Insulinresistenz, Typ-2-Diabetes und kardiovaskulären Erkrankungen assoziiert. Die Messung von Adiponektin wird zunehmend als ergänzender Marker eingesetzt.
Das C-Peptid ist ein Nebenprodukt der Insulinsynthese und erlaubt eine zuverlässige Beurteilung der körpereigenen Insulinproduktion. Es wird eingesetzt, um zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes zu unterscheiden und die Betazellfunktion zu beurteilen.
Die Insulinsensitivität wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst:
Die Bestimmung von Insulinsensitivitätsmarkern erfolgt meist durch eine einfache Blutentnahme, in der Regel nüchtern. In der klinischen Praxis werden die Marker kombiniert bewertet, um ein vollständiges Bild der metabolischen Gesundheit zu erhalten. Besonders empfohlen wird eine Überprüfung bei:
Eine verbesserte Insulinsensitivität ist durch Lebensstiländerungen gut erreichbar:
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