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Interfollikulär bezeichnet den Bereich zwischen den Haarfollikeln oder Lymphfollikeln im Gewebe. Der Begriff wird in der Dermatologie und Pathologie verwendet.
Interfollikulär bezeichnet den Bereich zwischen den Haarfollikeln oder Lymphfollikeln im Gewebe. Der Begriff wird in der Dermatologie und Pathologie verwendet.
Interfollikulär ist ein medizinischer Fachbegriff, der sich aus dem lateinischen Präfix inter- (= zwischen) und dem Begriff Follikel zusammensetzt. Er beschreibt anatomisch den Bereich, der sich zwischen einzelnen Follikeln befindet. Je nach medizinischem Kontext kann sich der Begriff auf zwei unterschiedliche Strukturen beziehen: auf Haarfollikel in der Haut oder auf Lymphfollikel in lymphatischen Organen wie Lymphknoten, Milz oder Tonsillen.
In der Dermatologie (Hautmedizin) bezeichnet interfollikulär das Hautgewebe, das zwischen den einzelnen Haarfollikeln liegt. Haarfollikel sind taschenförmige Einstülpungen der Haut, aus denen Haare wachsen. Das interfollikuläre Epithel ist die Epidermis (Oberhaut), die diese Follikel umgibt und verbindet.
Klinische Relevanz hat dieser Begriff unter anderem bei:
In der Pathologie und Hämatologie (Blut- und Lymphsystemmedizin) bezieht sich interfollikulär auf das Gewebe zwischen den Lymphfollikeln in lymphatischen Organen. Lymphfollikel sind kleine, kugelförmige Ansammlungen von Immunzellen (vor allem B-Lymphozyten), die Teil des Immunsystems sind.
Das interfollikuläre Gewebe besteht hauptsächlich aus T-Lymphozyten und weiteren Immunzellen. Es ist ein wichtiger Bereich bei der Beurteilung von:
Ein besonderes klinisches Konzept ist das interfollikuläre Wachstumsmuster bei Lymphomen. Dabei breiten sich Tumorzellen bevorzugt im Gewebe zwischen den erhaltenen Lymphfollikeln aus, ohne diese zunächst zu zerstören. Dieses Muster kann die Diagnose erschweren, da die Follikelstruktur auf den ersten Blick erhalten wirkt. Eine sorgfältige histologische und immunhistochemische Untersuchung ist daher entscheidend.
Der Begriff interfollikulär ist besonders in der Histopathologie (mikroskopische Gewebeuntersuchung) von Bedeutung. Pathologen beschreiben damit präzise, in welchem Bereich eines Gewebes bestimmte Zellveränderungen oder Entzündungsreaktionen auftreten. Dies ermöglicht eine genaue Diagnose und hilft, die geeignete Therapie festzulegen.
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