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Die isolierte systolische Hypertonie bezeichnet einen erhöhten oberen Blutdruckwert (systolisch ≥140 mmHg) bei normalem unteren Wert. Sie tritt häufig im Alter auf.
Die isolierte systolische Hypertonie bezeichnet einen erhöhten oberen Blutdruckwert (systolisch ≥140 mmHg) bei normalem unteren Wert. Sie tritt häufig im Alter auf.
Die isolierte systolische Hypertonie (ISH) ist eine Form des Bluthochdrucks, bei der ausschließlich der systolische Blutdruckwert – also der obere Wert beim Blutdruckmessen – dauerhaft erhöht ist. Als Grenzwert gilt ein systolischer Druck von ≥140 mmHg, während der diastolische Wert (unterer Wert) unter 90 mmHg bleibt. Sie ist die häufigste Form der Hypertonie bei Menschen über 60 Jahren und stellt ein eigenständiges kardiovaskuläres Risiko dar.
Die isolierte systolische Hypertonie entsteht in den meisten Fällen durch altersbedingte Veränderungen der großen Blutgefäße, insbesondere der Aorta. Folgende Ursachen spielen eine zentrale Rolle:
Die isolierte systolische Hypertonie verläuft häufig über lange Zeit ohne spürbare Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, können diese umfassen:
Da die Erkrankung oft symptomlos bleibt, wird sie häufig nur zufällig bei Routineuntersuchungen entdeckt. Deshalb wird regelmäßiges Blutdruckmessen dringend empfohlen.
Die Diagnose der isolierten systolischen Hypertonie erfolgt durch wiederholte Blutdruckmessungen. Dabei gelten folgende diagnostische Kriterien:
Ergänzend kommen folgende Untersuchungen zum Einsatz:
Bei leicht erhöhten Werten werden zunächst Lebensstiländerungen empfohlen:
Wenn Lebensstiländerungen allein nicht ausreichen, werden Antihypertensiva eingesetzt. Bevorzugte Wirkstoffklassen bei isolierter systolischer Hypertonie sind:
Das Therapieziel bei älteren Patienten ist in der Regel ein systolischer Wert zwischen 130 und 140 mmHg, wobei individuelle Faktoren wie Begleiterkrankungen und Verträglichkeit berücksichtigt werden. Bei sehr alten oder gebrechlichen Patienten wird ein zu starkes Absenken des Blutdrucks vermieden, um Stürze durch Kreislaufschwäche zu verhindern.
Eine unbehandelte isolierte systolische Hypertonie erhöht das Risiko schwerwiegender Folgeerkrankungen erheblich:
Studien zeigen, dass die konsequente Behandlung der ISH das Schlaganfallrisiko um bis zu 30 % und das Herzinfarktrisiko signifikant senken kann.
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