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Ixazomib ist ein orales Krebsmedikament aus der Gruppe der Proteasom-Inhibitoren, das zur Behandlung des Multiplen Myeloms eingesetzt wird.
Ixazomib ist ein orales Krebsmedikament aus der Gruppe der Proteasom-Inhibitoren, das zur Behandlung des Multiplen Myeloms eingesetzt wird.
Ixazomib ist ein Proteasom-Inhibitor der zweiten Generation und das erste oral verabreichbare Medikament dieser Wirkstoffklasse. Es wird unter dem Handelsnamen Ninlaro vermarktet und ist zur Behandlung des Multiplen Myeloms zugelassen – einer bösartigen Erkrankung der Plasmazellen im Knochenmark. Ixazomib wird als Ixazomib-Citrat verabreicht, das im Körper schnell in die aktive Form umgewandelt wird.
Ixazomib ist in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom zugelassen, die bereits mindestens eine vorherige Therapie erhalten haben. Die Kombination dieser drei Wirkstoffe hat sich in klinischen Studien als wirksam erwiesen, die Krankheitsprogression zu verlangsamen und das progressionsfreie Überleben zu verlängern.
Ixazomib hemmt selektiv den 26S-Proteasom-Komplex, ein zentrales Zellorganell, das für den Abbau fehlgefalteter oder geschädigter Proteine zuständig ist. Durch die Hemmung des Proteasoms kommt es zur Ansammlung von ubriquinierten Proteinen in der Krebszelle, was zu:
Führt. Myelomzellen sind besonders anfällig für diese Art von Stress, da sie große Mengen an Antikörpern produzieren und daher stark auf ein funktionierendes Proteasom angewiesen sind.
Ixazomib wird in Form von Hartkapseln oral eingenommen. Die empfohlene Dosis beträgt 4 mg einmal wöchentlich an den Tagen 1, 8 und 15 eines 28-tägigen Behandlungszyklus. Die Kapsel sollte mindestens eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit eingenommen werden. Bei Niereninsuffizienz oder Lebererkrankungen kann eine Dosisanpassung erforderlich sein. Die Therapie wird fortgesetzt, bis eine Krankheitsprogression oder inakzeptable Toxizität auftritt.
Wie alle Krebsmedikamente kann Ixazomib Nebenwirkungen verursachen. Zu den häufigsten gehören:
Schwerwiegende Nebenwirkungen wie schwere Thrombozytopenie, Lebertoxizität und thrombotische Mikroangiopathie sind seltener, erfordern aber engmaschige Überwachung.
Die Zulassung von Ixazomib basiert maßgeblich auf der TOURMALINE-MM1-Studie, einer Phase-III-Studie, die zeigte, dass die Dreifachkombination aus Ixazomib, Lenalidomid und Dexamethason das mediane progressionsfreie Überleben gegenüber Placebo plus Lenalidomid und Dexamethason signifikant verlängerte. Als erstes orales Proteasom-Inhibitor-Regime bietet Ixazomib Patienten eine bequemere Therapieoption im Vergleich zu intraventös oder subkutan verabreichten Alternativen wie Bortezomib oder Carfilzomib.
Ixazomib wird hauptsächlich durch CYP3A4 metabolisiert. Starke CYP3A4-Induktoren (z. B. Rifampicin, Carbamazepin) können die Wirksamkeit von Ixazomib verringern und sollten vermieden werden. Starke CYP3A4-Inhibitoren können die Exposition erhöhen. Während der Therapie sollte regelmäßig ein Blutbild kontrolliert werden. Ixazomib ist kontraindiziert in der Schwangerschaft und Stillzeit.
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