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Die Jejunumernährung ist eine Form der enteralen Ernährung, bei der Nährstoffe direkt in den Leerdarm (Jejunum) geleitet werden. Sie kommt zum Einsatz, wenn eine orale Nahrungsaufnahme nicht möglich ist.
Die Jejunumernährung ist eine Form der enteralen Ernährung, bei der Nährstoffe direkt in den Leerdarm (Jejunum) geleitet werden. Sie kommt zum Einsatz, wenn eine orale Nahrungsaufnahme nicht möglich ist.
Die Jejunumernährung ist eine spezielle Form der enteralen Ernährung, bei der flüssige Nährstofflösungen direkt in den Leerdarm (Jejunum) – den mittleren Abschnitt des Dünndarms – eingebracht werden. Dies geschieht über eine Sonde, die entweder durch die Nase oder durch die Bauchdecke direkt in das Jejunum geführt wird. Die Methode wird eingesetzt, wenn Patientinnen und Patienten nicht auf normalem Weg essen können oder dürfen, beispielsweise nach schweren Operationen oder bei bestimmten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts.
Die Jejunumernährung ist besonders dann indiziert, wenn eine Ernährung über den Magen nicht möglich oder sicher ist. Typische Einsatzgebiete sind:
Die nasojejunale Sonde wird durch die Nase über den Magen bis in das Jejunum vorgeschoben. Sie ist ein temporärer Zugang, der häufig in der Klinik bei kurzfristigem Bedarf eingesetzt wird. Die Platzierung erfolgt meist endoskopisch oder unter Röntgenkontrolle.
Bei langfristigem Bedarf wird ein direkter Zugang durch die Bauchdecke in das Jejunum angelegt, die sogenannte perkutane endoskopische Jejunostomie (PEJ). Dabei wird ein kleines Loch in der Bauchdecke mit einem Skalpell gesetzt und eine Sonde direkt in das Jejunum eingeführt. Diese Methode ist für eine Ernährung über Wochen oder Monate geeignet.
Im Rahmen von Bauchoperationen kann eine chirurgische Jejunostomie angelegt werden, bei der die Sonde direkt operativ platziert wird. Dies ist z. B. nach Operationen an Magen oder Speiseröhre eine gängige Methode.
Die Nährstofflösungen werden über eine Ernährungspumpe kontinuierlich oder intermittierend durch die Sonde in das Jejunum transportiert. Da das Jejunum kein Reservoir wie der Magen ist, muss die Zufuhr langsam und gleichmäßig erfolgen, um Unverträglichkeiten zu vermeiden. Die verwendeten Lösungen sind speziell formulierte enterale Nahrungsformulas, die alle notwendigen Makro- und Mikronährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten.
Wie jede medizinische Maßnahme birgt auch die Jejunumernährung gewisse Risiken:
Die Pflege einer Jejunumsonde erfordert regelmäßige Kontrollen der Sondenlage, der Einstichstelle sowie der Nährstoffzufuhr. Das Pflegepersonal und die betroffenen Patientinnen und Patienten bzw. deren Angehörigen werden in der Regel von einem Ernährungsteam geschult. Wichtig ist auch die regelmäßige Überwachung von Laborwerten wie Blutzucker, Elektrolyten und Nierenfunktionswerten.
Die Jejunumernährung ist, wenn immer möglich, der parenteralen Ernährung (Nährstoffzufuhr über die Vene) vorzuziehen. Gründe dafür sind die bessere Erhaltung der Darmfunktion, ein geringeres Infektionsrisiko und eine physiologischere Nährstoffverwertung. Lediglich wenn der Darm vollständig nicht funktionsfähig ist, wird auf parenterale Ernährung zurückgegriffen.
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