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Die Jejunumpermeabilität beschreibt, wie durchlässig die Darmwand im Jejunum (Leerdarm) für Stoffe ist. Eine gestörte Barriere kann Entzündungen und Erkrankungen fördern.
Die Jejunumpermeabilität beschreibt, wie durchlässig die Darmwand im Jejunum (Leerdarm) für Stoffe ist. Eine gestörte Barriere kann Entzündungen und Erkrankungen fördern.
Die Jejunumpermeabilität bezeichnet die Durchlässigkeit der Schleimhautbarriere im Jejunum, dem mittleren Abschnitt des Dünndarms. Das Jejunum ist ein zentrales Organ der Nährstoffaufnahme und trennt gleichzeitig den Darminhalt vom Blutkreislauf. Die Darmwand besteht aus spezialisierten Epithelzellen, die durch sogenannte Tight Junctions (enge Verbindungen) zusammengehalten werden. Diese Zell-zu-Zell-Verbindungen regulieren, welche Substanzen die Schleimhaut passieren dürfen und welche nicht.
Ist die Permeabilität des Jejunums normal, werden Nährstoffe, Wasser und Elektrolyte effizient aufgenommen, während Krankheitserreger, Toxine und unverdaute Nahrungsbestandteile zurückgehalten werden. Eine erhöhte oder gestörte Jejunumpermeabilität – auch als Leaky Gut des Jejunums bezeichnet – kann dazu führen, dass unerwünschte Substanzen in die Darmwand oder den Blutkreislauf gelangen und dort Entzündungsreaktionen auslösen.
Die Barrierefunktion des Jejunums wird durch mehrere Schichten gewährleistet:
Das Jejunum ist aufgrund seiner intensiven Resorptionsaktivität besonders anfällig für Barrierestörungen, da die Zellen hier einem hohen metabolischen Stress ausgesetzt sind.
Verschiedene Faktoren können die Darmbarriere im Jejunum schädigen und die Permeabilität erhöhen:
Eine erhöhte Jejunumpermeabilität verursacht oft keine spezifischen Symptome, kann aber an folgenden Beschwerden beteiligt sein:
Bei Erkrankungen wie Zöliakie ist die erhöhte Jejunumpermeabilität ein gut untersuchtes pathophysiologisches Merkmal, das zur Autoimmunreaktion gegen Gewebetransglutaminase beiträgt.
Die Messung der Jejunumpermeabilität erfolgt durch verschiedene Methoden:
Die Therapie richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache der erhöhten Jejunumpermeabilität:
Bei Zöliakie ist eine strikte glutenfreie Ernährung essenziell zur Wiederherstellung der Jejunalschleimhaut. Bei Morbus Crohn kommen Immunsuppressiva, Biologika und entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz.
Forschungsansätze umfassen die Entwicklung von Substanzen, die Tight Junctions direkt stabilisieren (z. B. AT-1001/Larazotid-Acetat bei Zöliakie). Diese Wirkstoffe befinden sich noch in klinischen Studien.
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