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Magnesium kann bei Kalkschulter die Muskel- und Nervenfunktion unterstützen. Erfahren Sie, welche Rolle dieser Mineralstoff bei Kalkablagerungen in der Schulter spielen kann.
Magnesium kann bei Kalkschulter die Muskel- und Nervenfunktion unterstützen. Erfahren Sie, welche Rolle dieser Mineralstoff bei Kalkablagerungen in der Schulter spielen kann.
Die Kalkschulter (medizinisch: Tendinosis calcarea) ist eine Erkrankung, bei der sich Kalziumkristalle – vor allem Hydroxylapatit – in den Sehnen der Schulter ablagern. Am häufigsten betroffen ist die Supraspinatussehne, die zum sogenannten Rotatorenmanschettenbereich gehört. Diese Ablagerungen können zu erheblichen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen.
Die genaue Ursache der Kalkschulter ist noch nicht vollständig geklärt. Als mögliche Faktoren gelten:
Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff, der an über 300 enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt ist. Im Zusammenhang mit der Kalkschulter wird Magnesium aus mehreren Gründen diskutiert:
Magnesium und Kalzium stehen in einem engen Wechselwirkungsverhältnis. Magnesium hemmt die übermäßige Kalziumablagerung in Weichgeweben, indem es als natürlicher Kalziumantagonist wirkt. Ein Magnesiummangel kann dazu beitragen, dass Kalzium verstärkt in Sehnen und anderen Weichteilen eingelagert wird, anstatt in den Knochen zu verbleiben oder über die Nieren ausgeschieden zu werden.
Magnesium spielt eine wichtige Rolle bei der Muskelentspannung und der normalen Funktion der Sehnen. Ein ausreichender Magnesiumspiegel kann muskulaere Verspannungen reduzieren, die zusätzlichen Druck auf die betroffenen Schultersehnen ausüben.
Studien weisen darauf hin, dass Magnesium entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Da die Kalkschulter oft mit lokalen Entzündungsreaktionen einhergeht, könnte eine ausreichende Magnesiumversorgung dazu beitragen, Entzündungsprozesse in der Schulterregion zu dämpfen.
Die Beschwerden können je nach Stadium stark variieren:
Die Diagnose der Kalkschulter erfolgt durch:
Die Behandlung der Kalkschulter ist vielschichtig und umfasst konservative sowie operative Maßnahmen:
Eine gezielte Magnesiumsupplementierung kann als ergänzende Maßnahme erwogen werden, insbesondere wenn ein Magnesiummangel vorliegt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Magnesiumzufuhr von 300–350 mg (Frauen) bzw. 350–400 mg (Männer). Magnesiumreiche Lebensmittel sind unter anderem:
Vor der Einnahme von Magnesiumpräparaten sollte Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin gehalten werden, da eine Überdosierung zu Nebenwirkungen wie Durchfall führen kann.
Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen, kann eine arthroskopische Entfernung der Kalkdepots in Betracht gezogen werden.
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