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Kapillarpermeabilität beschreibt die Durchlässigkeit der kleinsten Blutgefäße für Flüssigkeiten, Nährstoffe und Zellen – ein zentraler Faktor für den Stoffaustausch im Gewebe.
Kapillarpermeabilität beschreibt die Durchlässigkeit der kleinsten Blutgefäße für Flüssigkeiten, Nährstoffe und Zellen – ein zentraler Faktor für den Stoffaustausch im Gewebe.
Die Kapillarpermeabilität bezeichnet die Fähigkeit der Kapillarwände – der kleinsten Blutgefäße im menschlichen Körper – Substanzen wie Wasser, Elektrolyte, Proteine, Nährstoffe und Immunzellen zwischen dem Blut und dem umliegenden Gewebe passieren zu lassen. Diese Durchlässigkeit ist ein lebenswichtiger physiologischer Prozess, der den Stoffwechsel in nahezu jedem Organ und Gewebe ermöglicht.
Kapillaren bestehen aus einer einzigen Schicht von Endothelzellen, die auf einer dünnen Basalmembran ruhen. Je nach Organ und Funktion unterscheidet man drei Haupttypen von Kapillaren: kontinuierliche, fenestrierte und diskontinuierliche Kapillaren, die sich in ihrer Durchlässigkeit unterscheiden.
Der Durchtritt von Substanzen durch die Kapillarwand erfolgt über verschiedene Mechanismen:
Die Durchlässigkeit der Kapillaren wird durch zahlreiche körpereigene Botenstoffe und Faktoren gesteuert:
Eine veränderte Kapillarpermeabilität ist an einer Vielzahl von Krankheitsbildern beteiligt:
Eine gesteigerte Durchlässigkeit der Kapillaren führt zum Austritt von Flüssigkeit und Proteinen ins Gewebe, was als Ödem sichtbar wird. Dies tritt auf bei:
Eine eingeschränkte Kapillarpermeabilität kann die Versorgung von Geweben mit Nährstoffen und Sauerstoff beeinträchtigen. Dies kann bei bestimmten degenerativen Erkrankungen, arterieller Verschlusskrankheit oder Fibroseprozessen eine Rolle spielen.
Im Rahmen einer Entzündungsreaktion ist die erhöhte Kapillarpermeabilität Teil der klassischen Entzündungszeichen: Rötung, Wärme, Schwellung und Schmerz. Die gesteigerte Durchlässigkeit ermöglicht es Immunzellen (z. B. Neutrophile und Monozyten), aus dem Blut ins Gewebe einzuwandern und Erreger oder Gewebeschäden zu bekämpfen. Dieser Prozess wird als Diapedese oder Extravasation bezeichnet.
Die Kapillarpermeabilität kann klinisch und wissenschaftlich auf verschiedene Weisen erfasst werden:
Je nach Grunderkrankung stehen verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, um eine pathologisch veränderte Kapillarpermeabilität zu behandeln:
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