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Die Kapselproduktion bezeichnet die industrielle oder pharmazeutische Herstellung von Hartkapseln und Weichkapseln zur Aufnahme von Wirkstoffen, Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten.
Die Kapselproduktion bezeichnet die industrielle oder pharmazeutische Herstellung von Hartkapseln und Weichkapseln zur Aufnahme von Wirkstoffen, Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten.
Die Kapselproduktion umfasst alle Prozessschritte, die zur Herstellung von pharmazeutischen oder nutritiven Kapseln erforderlich sind. Kapseln sind feste Darreichungsformen, die einen Wirkstoff, ein Nahrungsergänzungsmittel oder eine Kombination mehrerer Inhaltsstoffe in einer Hülle einschließen. Sie ermöglichen eine präzise Dosierung, erleichtern die Einnahme und schützen empfindliche Wirkstoffe vor Umwelteinflüssen.
In der Kapselproduktion wird grundsätzlich zwischen zwei Haupttypen unterschieden:
Die Kapselproduktion folgt einem klar definierten Ablauf, der von der Rohstoffauswahl bis zur Endkontrolle reicht:
Zunächst werden geeignete Kapselmaterialien (z. B. Gelatine tierischen Ursprungs oder pflanzliche HPMC) sowie die Füllmaterialien geprüft. Alle Rohstoffe müssen den Anforderungen der Good Manufacturing Practice (GMP) entsprechen.
Bei Hartkapseln werden die Kapselschalen in spezialisierten Maschinen durch Eintauchen von Stahlstiften in eine Gelatine- oder HPMC-Lösung hergestellt, getrocknet und anschließend von den Stiften getrennt.
Bei Weichkapseln wird die Hülle direkt während des Befüllungsprozesses geformt. Zwei Gelatinefolien werden um die Füllmasse versiegelt (Rotary-Die-Verfahren).
Die Befüllung erfolgt mit hochpräzisen automatisierten Kapselfüllmaschinen. Je nach Formulierung werden Pulver, Granulate, Pellets, Mikropellets, Flüssigkeiten oder Pasten eingefüllt. Die exakte Dosiermenge wird kontinuierlich überwacht.
Hartkapseln werden nach der Befüllung durch Einrasten der Kappenoberteile verschlossen. Optional ist eine zusätzliche Bandsiegelung (Banding) möglich, um Manipulationssicherheit (Tamper Evident) zu gewährleisten. Weichkapseln versiegeln sich durch den Produktionsprozess selbst.
Optional können Kapseln mit einem enterischen Überzug (Magensaftresistenz) versehen werden. Dies schützt den Wirkstoff vor Magensäure oder stellt sicher, dass die Freisetzung erst im Dünndarm erfolgt.
Jede Produktionscharge wird strengen Qualitätskontrollen unterzogen. Dazu zählen Gewichtskontrolle, Dichtigkeitsprüfung, Auflösungstest (Dissolution Testing), mikrobiologische Prüfung sowie visuelle Inspektion. Alle Prüfungen müssen den geltenden Arzneibuch-Anforderungen (z. B. Europäisches Arzneibuch, Ph. Eur.) entsprechen.
Die Kapselproduktion unterliegt strengen gesetzlichen Vorschriften. Je nach Produkt (Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel) gelten unterschiedliche Regularien:
Kapseln werden in vielen Bereichen eingesetzt:
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