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Keimbelastung bezeichnet die Menge und Art von Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder Pilzen in Lebensmitteln, Wasser, Luft oder auf Oberflächen.
Keimbelastung bezeichnet die Menge und Art von Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder Pilzen in Lebensmitteln, Wasser, Luft oder auf Oberflächen.
Der Begriff Keimbelastung beschreibt die Anzahl und Art von Mikroorganismen, die in einer Probe vorkommen – beispielsweise in Lebensmitteln, Trinkwasser, Luft, auf Oberflächen oder im menschlichen Körper. Unter dem Begriff Keime werden in diesem Zusammenhang vor allem Bakterien, Viren, Pilze, Hefen und Parasiten verstanden. Eine erhöhte Keimbelastung kann ein Hinweis auf mangelhafte Hygiene, fehlerhafte Lagerung oder eine potenzielle Gesundheitsgefahr sein.
Keime sind allgegenwärtig und kommen natürlicherweise in fast jeder Umgebung vor. Problematisch wird eine Keimbelastung dann, wenn die Anzahl pathogener (krankheitserregender) Mikroorganismen einen kritischen Grenzwert überschreitet.
Nicht jede Keimbelastung ist gefährlich. Der menschliche Körper besitzt ein natürliches Abwehrsystem und lebt in einem gesunden Gleichgewicht mit einer Vielzahl von Mikroorganismen (dem sogenannten Mikrobiom). Kritisch wird eine Keimbelastung vor allem dann, wenn:
Die Keimbelastung wird in der Regel durch mikrobiologische Laboruntersuchungen bestimmt. Dabei werden Proben entnommen und auf Nährböden kultiviert oder mittels molekularbiologischer Methoden (z. B. PCR) analysiert. Ergebnisse werden häufig als koloniebildende Einheiten (KBE) pro Gramm, Milliliter oder Quadratzentimeter angegeben. Grenzwerte für Lebensmittel, Trinkwasser und medizinische Umgebungen sind gesetzlich geregelt, zum Beispiel durch die Trinkwasserverordnung in Deutschland oder EU-Lebensmittelsicherheitsvorschriften.
Die Reduzierung einer unerwünschten Keimbelastung ist ein zentrales Ziel der Lebensmittelhygiene, Infektionsprävention und des öffentlichen Gesundheitswesens. Wichtige Maßnahmen sind:
Im medizinischen Bereich spielt die Keimbelastung eine wichtige Rolle bei der Beurteilung von Wundinfektionen, postoperativen Komplikationen und nosokomialen Infektionen (im Krankenhaus erworbene Infektionen). Ein gezieltes Keimmonitoring hilft dabei, Ausbrüche frühzeitig zu erkennen und zu kontrollieren. Besonders resistente Keime wie MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) stellen dabei eine besondere Herausforderung dar.
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