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Die Kieferhöhlenbodenaugmentation ist ein chirurgischer Eingriff zur Knochenanlagerung im Oberkiefer, um eine spätere Implantatversorgung zu ermöglichen.
Die Kieferhöhlenbodenaugmentation ist ein chirurgischer Eingriff zur Knochenanlagerung im Oberkiefer, um eine spätere Implantatversorgung zu ermöglichen.
Die Kieferhöhlenbodenaugmentation – auch als Sinusbodenelevation oder Sinuslift bezeichnet – ist ein zahnchirurgischer Eingriff, bei dem der Knochen im hinteren Oberkiefer, direkt unterhalb der Kieferhöhle (Sinus maxillaris), aufgebaut wird. Ziel ist es, ausreichend Knochenvolumen zu schaffen, um Zahnimplantate sicher verankern zu können.
Im Oberkiefer-Seitenzahnbereich ist das Knochenangebot nach Zahnverlust häufig zu gering, da der Knochen mit der Zeit abbaut und die Kieferhöhle sich gleichzeitig ausdehnen kann. Die Kieferhöhlenbodenaugmentation ergänzt dieses fehlende Knochenvolumen durch geeignete Knochen- oder Knochenersatzmaterialien.
Die Indikation für diesen Eingriff besteht, wenn:
Beim lateralen Sinuslift wird über die seitliche Kieferhöhlenwand ein Fenster präpariert. Die Schleimhaut der Kieferhöhle (Schneider'sche Membran) wird vorsichtig angehoben und der entstandene Hohlraum mit Knochen- oder Knochenersatzmaterial aufgefüllt. Diese Methode eignet sich für ein Knochenhöhenangebot von unter 4 mm.
Beim transalveolären Sinuslift erfolgt der Zugang über das spätere Implantatbett. Mit speziellen Instrumenten wird der Kieferhöhlenboden nach oben gedrückt und das Material eingebracht. Diese Technik ist weniger invasiv und wird bei einem Knochenangebot von mindestens 4–5 mm angewendet.
Für die Augmentation können verschiedene Materialien eingesetzt werden:
Der Eingriff wird in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt. In manchen Fällen kann eine Sedierung oder Vollnarkose angeboten werden. Nach dem Einbringen des Augmentationsmaterials wird die Wunde sorgfältig genäht. Die Einheilzeit beträgt je nach Methode und Material zwischen 4 und 9 Monate, bevor das Implantat eingesetzt werden kann.
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff bestehen bestimmte Risiken:
Schwerwiegende Komplikationen sind selten, wenn der Eingriff von einem erfahrenen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen oder Oralchirurgen durchgeführt wird.
Nach dem Eingriff empfiehlt sich eine sorgfältige Nachsorge:
Die Kieferhöhlenbodenaugmentation gilt als ein gut etabliertes und vorhersehbares Verfahren mit hohen Erfolgsraten. Studien zeigen Implantat-Überlebensraten von über 90 % nach 5 Jahren. Der Erfolg hängt maßgeblich von der Qualität des eingebrachten Materials, der Operationstechnik und dem Allgemeinzustand des Patienten ab.
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