Kieферhöhlenentzündung Hausmittel – natürlich lindern
Hausmittel bei Kieферhöhlenentzündung können Beschwerden lindern. Erfahren Sie, welche natürlichen Methoden unterstützend helfen können.
Wissenswertes über "Kieferhöhlenentzündung Hausmittel"
Hausmittel bei Kieферhöhlenentzündung können Beschwerden lindern. Erfahren Sie, welche natürlichen Methoden unterstützend helfen können.
Was ist eine Kieферhöhlenentzündung?
Die Kieферhöhlenentzündung (medizinisch: Sinusitis maxillaris) ist eine Entzündung der Schleimhaut in den Kieферhöhlen – den luftgefüllten Hohlräumen im Knochengerüst hinter den Wangen. Sie tritt häufig im Zusammenhang mit einem Schnupfen oder einer Erkältung auf und kann akut oder chronisch verlaufen. Typische Beschwerden sind Gesichtsschmerzen, Druckgefühl unter den Augen und eine verstopfte Nase.
Ursachen
Eine Kieферhöhlenentzündung entsteht meist durch:
- Virale Infektionen (z. B. Erkältungsviren), die die Nasenschleimhaut anschwellen lassen und den Abfluss der Kieферhöhlen blockieren
- Bakterielle Infektionen, oft als Folge einer viralen Erkrankung
- Allergien, die zu einer chronischen Schwellung der Nasenschleimhaut führen
- Anatomische Besonderheiten wie eine Nasenscheidewandverkrümmung
- Zahnwurzelinfektionen der oberen Backenzähne
Symptome
- Druckgefühl und Schmerzen im Bereich der Wangen und unterhalb der Augen
- Verstopfte oder laufende Nase mit gelblich-grünem Sekret
- Kopfschmerzen, die sich beim Bücken verstärken
- Fieber (bei bakterieller Infektion)
- Riechstörungen und allgemeines Krankheitsgefühl
Hausmittel zur Linderung
Hausmittel können bei einer leichten oder beginnenden Kieферhöhlenentzündung die Beschwerden lindern und die Heilung unterstützen. Sie ersetzen jedoch keine ärztliche Behandlung bei schweren oder anhaltenden Symptomen.
Inhalation mit Wasserdampf
Das Inhalieren von heißem Wasserdampf ist eines der bekanntesten Hausmittel. Die Feuchtigkeit befeuchtet die Schleimhäute und fördert den Abfluss des Sekrets. Geben Sie optional ein paar Tropfen ätherisches Öl wie Eukalyptus oder Pfefferminze ins Wasser. Inhalieren Sie das Gemisch für 10–15 Minuten unter einem Handtuch. Achtung: Vermeiden Sie Verbrennungen durch zu heißes Wasser.
Nasenspülung mit Salzwasser
Eine Nasenspülung mit isotonischer Kochsalzlösung (1 Teellöffel Salz auf 1 Liter abgekochtes, abgekühltes Wasser) hilft, Schleim und Krankheitserreger aus den Nasengängen zu spülen. Die Anwendung mit einer Nasendusche oder Nasenspritze gilt als gut untersucht und wird auch von Medizinern empfohlen.
Wärmeauflagen
Ein warmes Tuch oder ein Wärmekissen, das auf die schmerzenden Bereiche unter den Augen und den Wangen aufgelegt wird, kann den Schmerz lindern und die Durchblutung verbessern. Achten Sie darauf, die Wärme nicht zu intensiv anzuwenden.
Ausreichend trinken
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens 1,5–2 Liter pro Tag) verflüssigt das Sekret in den Nasenneben-höhlen und erleichtert dessen Abfluss. Besonders geeignet sind Wasser, ungüsßte Kräutertees und dünne Brühen.
Ingwer und Honig
Ingwer enthält entzündungshemmende Verbindungen (Gingerole), die zur Linderung von Entzündungsprozessen beitragen können. Ein frisch aufgebrühter Ingwertee mit einem Teellöffel Honig ist nicht nur wohltuend, sondern kann auch antientzündlich und antibakteriell wirken.
Zwiebelwickel oder Zwiebeldsäfte
Zwiebelwickel werden traditionell bei Nasenneben-höhlenbeschwerden eingesetzt. Angeblich sollen die flüchtigen Schwefelverbindungen der Zwiebel schleimlösend und antientzündlich wirken. Wissenschaftlich ist dies kaum belegt, jedoch berichten viele Anwender von einer subjektiven Linderung.
Raumluftbefeuchtung
Trockene Raumluft reizt die Schleimhäute zusätzlich. Ein Luftbefeuchter oder das Aufstellen von Wasserschalen auf der Heizung kann helfen, die Raumfeuchtigkeit auf einem optimalen Niveau (ca. 50–60 %) zu halten und die Schleimhautregeneration zu fördern.
Ätherische Öle
Ätherische Öle wie Eukalyptusöl, Thymianöl und Cajeputöl werden traditionell zur Unterstützung der Atemwege eingesetzt. Sie können als Einreibung auf Brust und Rücken oder zur Inhalation verwendet werden. Bei Kindern unter 2 Jahren und Personen mit Asthma ist Vorsicht geboten.
Wann zum Arzt?
Hausmittel können leichte Beschwerden lindern, sind aber bei folgenden Zeichen unbedingt durch eine ärztliche Abklärung zu ergänzen:
- Starke oder einseitige Gesichtsschmerzen
- Hohes Fieber (über 38,5 °C)
- Symptome, die länger als 10 Tage anhalten oder sich verschlechtern
- Sehstörungen, Schwellungen um die Augen
- Steifer Nacken oder starke Kopfschmerzen
In solchen Fällen kann eine antibiotische Therapie oder weitere medizinische Behandlung erforderlich sein.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (DGHNO-KHC): Leitlinie Rhinosinusitis, 2017.
- Fokkens WJ et al. – European Position Paper on Rhinosinusitis and Nasal Polyps (EPOS 2020). Rhinology, 2020.
- Kassel JC, King D, Spurling GK – Saline nasal irrigation for acute upper respiratory tract infections. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2010.
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