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Die Kieferhöhlenrevision ist ein chirurgischer Eingriff zur Reinigung und Sanierung der Kieferhöhle. Sie wird bei chronischen Entzündungen, Zysten oder Fremdkörpern eingesetzt.
Die Kieferhöhlenrevision ist ein chirurgischer Eingriff zur Reinigung und Sanierung der Kieferhöhle. Sie wird bei chronischen Entzündungen, Zysten oder Fremdkörpern eingesetzt.
Die Kieferhöhlenrevision (auch Kieferhöhlenoperation genannt) ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) – einer der größten Nasennebenhöhlen im Gesichtsschädel – eröffnet, gereinigt und saniert wird. Der Eingriff wird durchgeführt, wenn konservative Behandlungen nicht ausreichen, um eine Erkrankung der Kieferhöhle zu beheben. Die Kieferhöhlenrevision wird sowohl von Hals-Nasen-Ohren-Ärzten (HNO) als auch von Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen oder Zahnchirurgen durchgeführt, je nach Ursache und Zugangsweg.
Eine Kieferhöhlenrevision ist notwendig, wenn pathologische Veränderungen in der Kieferhöhle vorliegen, die sich nicht auf medikamentösem Weg beheben lassen. Typische Indikationen sind:
Vor der Kieferhöhlenrevision werden bildgebende Verfahren eingesetzt, um die Kieferhöhle genau zu beurteilen:
Je nach Ursache und Schweregrad der Erkrankung kommen verschiedene Operationstechniken zum Einsatz:
Die funktionelle endoskopische Sinuschirurgie (FESS – Functional Endoscopic Sinus Surgery) ist das modernste und schonendste Verfahren. Über die Nase wird ein dünnes Endoskop eingeführt, das eine direkte Sicht in die Kieferhöhle ermöglicht. Der natürliche Ausführungsgang der Kieferhöhle (Ostium) wird erweitert, erkranktes Gewebe, Polypen, Zysten oder Fremdkörper werden entfernt. Dieses Verfahren hinterlässt keine sichtbaren Narben im Gesicht.
Bei der Caldwell-Luc-Operation wird die Kieferhöhle über einen Schnitt im Mundvorhof (zwischen Oberlippe und Zahnfleisch) eröffnet. Durch die Kieferhöhlenvorderwand wird ein Zugang geschaffen, um erkranktes Gewebe oder Fremdkörper zu entfernen. Dieses Verfahren wird heute seltener angewendet, ist aber bei bestimmten Indikationen (z. B. große Zysten, ausgedehnte Befunde) noch relevant.
Bei odontogenen Ursachen oder dislozierten Zahnwurzeln und Implantaten erfolgt der Zugang häufig über die Alveole (Zahnfach) des betreffenden Zahns. Dieser Zugangsweg wird bevorzugt von Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen oder Oralchirurgen genutzt.
Die Kieferhöhlenrevision wird in der Regel unter Vollnarkose oder in örtlicher Betäubung mit Sedierung durchgeführt, abhängig vom Umfang des Eingriffs. Der Chirurg entfernt das pathologische Gewebe, spült die Kieferhöhle und stellt gegebenenfalls den freien Abfluss (Drainage) wieder her. Bei Fremdkörpern werden diese vollständig entfernt. Entnommenes Gewebe wird häufig zur feingeweblichen Untersuchung (Histologie) eingeschickt.
Nach der Operation sind folgende Maßnahmen typisch:
Die vollständige Heilung der Schleimhäute kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Schwellungen, leichte Schmerzen und ein vorübergehendes Druckgefühl im Gesicht sind in den ersten Tagen nach der Operation normal.
Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der Kieferhöhlenrevision gewisse Risiken:
Durch moderne endoskopische Techniken und bildgestützte Navigation (Neuronavigation) konnten die Risiken in den letzten Jahren erheblich reduziert werden.
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