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Kieferverletzungen umfassen Verletzungen des Ober- oder Unterkiefers durch Unfälle, Stürze oder Gewalteinwirkung. Sie können Frakturen, Prellungen oder Zahnverluste verursachen.
Kieferverletzungen umfassen Verletzungen des Ober- oder Unterkiefers durch Unfälle, Stürze oder Gewalteinwirkung. Sie können Frakturen, Prellungen oder Zahnverluste verursachen.
Kieferverletzungen sind Verletzungen, die den knöchernen oder weichgewebigen Bereich des Kiefers betreffen. Dazu zählen der Oberkiefer (Maxilla) und der Unterkiefer (Mandibula). Solche Verletzungen können von einfachen Prellungen bis hin zu komplexen Knochenbrüchen (Frakturen) reichen und erfordern je nach Schweregrad unterschiedliche medizinische Maßnahmen.
Kieferverletzungen entstehen häufig durch:
Die Unterkieferfraktur ist die häufigste Kieferverletzung. Sie tritt oft am Kieferwinkel, am Kieferkörper oder im Bereich der Kondylen (Gelenkfortsätze) auf. Typische Zeichen sind Schmerzen beim Kauen, eine veränderte Bisslage sowie sichtbare oder tastbare Fehlstellungen.
Oberkieferfrakturen werden häufig nach dem Le-Fort-Schema in drei Typen eingeteilt (Le Fort I, II, III), das die verschiedenen Bruchmuster des Mittelgesichts beschreibt. Sie entstehen meist durch starke Gewalteinwirkung und können mit Verletzungen der Augenhöhle, der Nasennebenhöhlen oder der Schädelbasis einhergehen.
Verletzungen des Kiefergelenks (Articulatio temporomandibularis) können Prellungen, Subluxationen (teilweise Ausrenkungen) oder Frakturen des Gelenkfortsatzes umfassen. Sie äußern sich oft durch Kieferklemme, Knackgeräusche oder eingeschränkte Mundöffnung.
Neben Knochenverletzungen können auch Lippen, Zunge, Wangenschleimhaut und das Zahnfleisch betroffen sein. Schnittwunden, Quetschungen und Bisswunden gehören zu den häufigen Begleitverletzungen.
Typische Symptome bei Kieferverletzungen umfassen:
Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination aus:
Leichte Frakturen ohne wesentliche Verschiebung der Knochenfragmente sowie Prellungen können konservativ behandelt werden. Dazu zählen Ruhigstellung des Kiefers durch intermaxilläre Fixation (Verdrahtung der Zähne), Schmerztherapie sowie eine weiche oder flüssige Kost über mehrere Wochen.
Bei verschobenen oder instabilen Frakturen ist häufig eine Operation notwendig. Dabei werden die Knochenfragmente durch Titanplatten und -schrauben (Osteosynthese) in ihrer korrekten Position fixiert. Der Eingriff wird in der Regel durch Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen (MKG-Chirurgen) durchgeführt.
Bei begleitenden Zahnverletzungen (z. B. Zahnfrakturen, avulsierte Zähne) erfolgt die Behandlung durch einen Zahnarzt oder Oralchirurgen. Ein ausgeschlagener Zahn sollte schnellstmöglich in einer Zahnrettungsbox aufbewahrt und ein Notfallarzt aufgesucht werden.
Nach der akuten Behandlung kann eine physiotherapeutische Beübung des Kiefergelenks, logopädische Begleitung bei Sprech- oder Schluckstörungen sowie eine kieferorthopädische Nachbehandlung erforderlich sein.
Bei Verdacht auf eine Kieferverletzung sollte umgehend eine medizinische Fachkraft aufgesucht werden, insbesondere bei:
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