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Das Kiss-Syndrom ist eine funktionelle Störung der oberen Halswirbelsäule bei Säuglingen, die Haltungsauffälligkeiten, Schreien und Schlafprobleme verursachen kann.
Das Kiss-Syndrom ist eine funktionelle Störung der oberen Halswirbelsäule bei Säuglingen, die Haltungsauffälligkeiten, Schreien und Schlafprobleme verursachen kann.
Das Kiss-Syndrom (Akronym für Kopfgelenk-Induzierte Symmetrie-Störung) bezeichnet eine funktionelle Blockierung oder Fehlfunktion im Bereich der oberen Halswirbelsäule, insbesondere der sogenannten Kopfgelenke (der Verbindungen zwischen Hinterhaupt, erstem und zweitem Halswirbel). Der Begriff wurde vor allem im deutschsprachigen Raum geprägt und wird hauptsächlich bei Säuglingen und Kleinkindern diskutiert. In der schulmedizinischen Forschung ist das Konzept umstritten, wird jedoch von Osteopathen, Chiropraktikern und einigen Kinderarztpraxen als klinisches Bild beschrieben.
Als mögliche Ursachen des Kiss-Syndroms werden verschiedene Faktoren diskutiert:
Das Kiss-Syndrom äußert sich typischerweise durch folgende Zeichen bei Säuglingen und Kleinkindern:
Die Diagnose des Kiss-Syndroms erfolgt hauptsächlich klinisch durch eine manuelle Untersuchung der Kopfgelenke. Dabei werden beurteilt:
Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT werden eingesetzt, um strukturelle Ursachen (z. B. Fehlbildungen) auszuschließen. Da das Kiss-Syndrom kein anerkanntes Krankheitsbild in der klassischen Medizin darstellt, gibt es keine einheitlichen Diagnosekriterien. Eine kindermedizinische Abklärung ist stets empfehlenswert, um andere Erkrankungen auszuschließen.
Die Behandlung erfolgt meist durch manuelle Therapieverfahren:
Eltern sollten sicherstellen, dass Behandlungen ausschließlich von erfahrenen, pädiatrisch spezialisierten Therapeuten durchgeführt werden. Bei Säuglingen sind aggressive Manipulationen der Halswirbelsäule kontraindiziert.
Das Kiss-Syndrom ist kein offiziell anerkanntes Krankheitsbild der evidenzbasierten Medizin und ist nicht im ICD-10-Klassifikationssystem verzeichnet. Hochwertige klinische Studien zur Wirksamkeit der Behandlung fehlen weitgehend. Dennoch berichten viele Eltern von Verbesserungen nach manueller Therapie. Fachgesellschaften empfehlen, alternative Ursachen für die genannten Symptome stets durch eine pädiatrische Untersuchung auszuschließen.
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