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Die Knieendoprothese ist ein künstliches Kniegelenk, das bei schwerem Gelenkverschleiß oder Arthrose eingesetzt wird, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit wiederherzustellen.
Die Knieendoprothese ist ein künstliches Kniegelenk, das bei schwerem Gelenkverschleiß oder Arthrose eingesetzt wird, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit wiederherzustellen.
Eine Knieendoprothese (auch Knie-TEP oder künstliches Kniegelenk genannt) ist ein medizinisches Implantat, das das geschädigte natürliche Kniegelenk ganz oder teilweise ersetzt. Sie besteht in der Regel aus einer Metalllegierung für die gelenkbildenden Teile sowie einem Kunststoffgleitlager aus Polyethylen, das eine reibungsarme Bewegung ermöglicht. Ziel des Eingriffs ist es, anhaltende Knieschmerzen zu beseitigen, die Gelenkfunktion zu verbessern und die Lebensqualität der betroffenen Person dauerhaft zu steigern.
Die häufigste Ursache für die Implantation einer Knieendoprothese ist die fortgeschrittene Gonarthrose (Kniegelenksarthrose), bei der der Gelenkknorpel stark abgenutzt ist. Weitere Indikationen können sein:
Ein operativer Eingriff wird in der Regel erst dann empfohlen, wenn alle konservativen Therapiemöglichkeiten wie Physiotherapie, Schmerzmedikamente und Gelenkinjektionen ausgeschöpft sind.
Bei der Totalendoprothese werden alle drei Gelenkflächen des Knies ersetzt: die Innenseite, die Außenseite sowie die Rückseite der Kniescheibe. Dies ist die häufigste Form und wird bei ausgedehntem Gelenkschaden angewendet.
Die Schlittenprothese ersetzt nur den beschädigten Teil des Kniegelenks (meist die innere Gelenkhälfte). Sie ist weniger invasiv und eignet sich für Patienten mit isoliertem einseitigem Knorpelschaden.
In einigen Fällen wird zusätzlich die Rückfläche der Kniescheibe (Patella) durch eine Kunststoffkomponente ersetzt, insbesondere bei starker Abnuetzung des patellofemoralen Gelenks.
Die Operation erfolgt in der Regel unter Vollnarkose oder Rückenmarksnähe (Spinalnästhesie) und dauert etwa ein bis zwei Stunden. Der Chirurg entfernt die geschädigten Gelenkflächen und befestigt die Prothesenkomponenten am Knochen entweder mit Knochenzement (zementierte Prothese) oder durch Einwachsen in den Knochen (zementfreie Prothese). Beide Methoden haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile, die individuell abgewogen werden.
Nach der Operation beginnt die Rehabilitation meist bereits am ersten oder zweiten Tag. Die Physiotherapie spielt eine entscheidende Rolle, um die Muskeln zu stärken, die Beweglichkeit des neuen Gelenks zu verbessern und die normale Gangfunktion wiederherzustellen. Typische Phasen der Nachsorge umfassen:
Die vollständige Erholung und das Erreichen der bestmöglichen Gelenkfunktion kann bis zu einem Jahr in Anspruch nehmen.
Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der Implantation einer Knieendoprothese gewisse Risiken:
Moderne Knieendoprothesen haben eine durchschnittliche Haltbarkeit von 15 bis 20 Jahren, in vielen Fällen auch länger. Studien zeigen, dass über 90 % der Patienten nach 10 Jahren noch mit ihrer Prothese zufrieden sind. Faktoren wie Körpergewicht, körperliche Aktivität und die Qualität der Nachsorge beeinflussen die Lebensdauer des Implantats erheblich. Bei Lockerung oder Verschleiß ist eine Revisionsoperation (Wechsel der Prothese) möglich.
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