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Die Knochenmarkstimulation ist ein medizinisches Verfahren zur Anregung der Blutbildung im Knochenmark, z. B. bei Bluterkrankungen oder nach Chemotherapie.
Die Knochenmarkstimulation ist ein medizinisches Verfahren zur Anregung der Blutbildung im Knochenmark, z. B. bei Bluterkrankungen oder nach Chemotherapie.
Die Knochenmarkstimulation bezeichnet medizinische Maßnahmen, die darauf abzielen, die Aktivität des Knochenmarks zu steigern und die Produktion von Blutzellen anzuregen. Das Knochenmark ist das weiche Gewebe im Inneren bestimmter Knochen und bildet alle Arten von Blutzellen: rote Blutkörperchen (Erythrozyten), weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten). Wenn dieses System gestört ist oder gezielt unterstützt werden muss, kommen Knochenmarkstimulationsverfahren zum Einsatz.
Die Knochenmarkstimulation wird in verschiedenen medizinischen Situationen eingesetzt:
Die häufigste Methode ist die Gabe von hämatopoetischen Wachstumsfaktoren (blutbildungsfördernde Eiweiße). Dazu gehören:
In der orthopädischen Medizin bezeichnet Knochenmarkstimulation eine Gruppe operativer Techniken zur Knorpelreparatur. Durch gezielte kleine Verletzungen des Knochens unterhalb des Knorpels wird Knochenmarkblut freigesetzt, das Stammzellen und Wachstumsfaktoren enthält. Diese bilden ein Blutgerinnsel (Fibringerinnsel), aus dem sich neues Knorpelgewebe entwickeln kann. Bekannte Verfahren sind:
Im Knochenmark befinden sich hämatopoetische Stammzellen – Vorläuferzellen, aus denen alle Blutzellen entstehen. Wachstumsfaktoren binden an spezifische Rezeptoren auf diesen Zellen und aktivieren Signalwege, die Zellteilung, Reifung und Freisetzung ins Blut fördern. G-CSF beispielsweise beschleunigt die Reifung von neutrophilen Granulozyten und mobilisiert Stammzellen aus dem Knochenmark ins Blutplasma – ein Effekt, der gezielt für die Stammzellentnahme (Apherese) genutzt wird.
Die Therapie wird individuell geplant und richtet sich nach der Grunderkrankung und dem Behandlungsziel:
Die pharmakologische Knochenmarkstimulation ist in der Regel gut verträglich, kann aber Nebenwirkungen verursachen:
Im orthopädischen Bereich zielt die Knochenmarkstimulation auf die Regeneration von Knorpelschäden ab, insbesondere bei fokalen Knorpeldefekten am Kniegelenk. Das entstehende Reparaturgewebe ist meist Faserknorpel, der weniger belastbar ist als der ursprüngliche hyaline Knorpel. Neuere Verfahren wie die AMIC-Technik (autologe matrixinduzierte Chondrogenese) kombinieren die Knochenmarkstimulation mit einer Kollagenmembran, um qualitativ hochwertigeres Gewebe zu erzeugen. Die Ergebnisse sind bei kleineren Defekten (unter 2-4 cm²) am besten.
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