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Knochenumbauproteine sind Körpereigene Proteine, die den ständigen Auf- und Abbau von Knochengewebe steuern. Sie sind entscheidend für die Knochendichte und Knochengesundheit.
Knochenumbauproteine sind Körpereigene Proteine, die den ständigen Auf- und Abbau von Knochengewebe steuern. Sie sind entscheidend für die Knochendichte und Knochengesundheit.
Knochenumbauproteine sind eine Gruppe von Signalmolekülen und Strukturproteinen, die den kontinuierlichen biologischen Prozess des Knochenumbaus (auch Knochenremodellierung oder Bone Remodeling genannt) regulieren. Knochen ist kein statisches Gewebe, sondern wird im menschlichen Körper lebenslang ständig auf- und abgebaut. Dieser Umbau dient der Reparatur von Mikroschäden, der Anpassung an mechanische Belastungen sowie der Aufrechterhaltung des Kalzium- und Phosphathaushalts.
Der Knochenumbau wird durch zwei zentrale Zelltypen gesteuert: Osteoblasten (knochenaufbauende Zellen) und Osteoklasten (knochenabbauende Zellen). Knochenumbauproteine koordinieren das Gleichgewicht zwischen diesen beiden Zelltypen.
Das bekannteste Knochenumbauprotein-System ist die RANKL/RANK/OPG-Achse:
Knochenmorphogenetische Proteine (BMPs) sind eine Untergruppe der TGF-β-Superfamilie. Sie stimulieren die Differenzierung von Stammzellen zu Osteoblasten und sind essenziell für die Knochenneubildung und Frakturheilung. BMP-2 und BMP-7 werden klinisch zur Unterstützung der Knochenregeneration eingesetzt.
Sklerostin und DKK1 sind Hemmstoffe des sogenannten Wnt-Signalwegs, der für den Knochenaufbau durch Osteoblasten entscheidend ist. Eine erhöhte Sklerostin-Aktivität hemmt die Knochenbildung und kann zu Knochenschwund führen.
Osteocalcin ist ein nicht-kollagönes Protein, das von Osteoblasten produziert wird und als Biomarker für die Knochenbildungsrate genutzt wird. Osteopontin ist an der Anheftung von Osteoklasten an die Knochenoberfläche beteiligt und reguliert den Knochenabbau.
Störungen im Gleichgewicht der Knochenumbauproteine können zu verschiedenen Erkrankungen führen:
Knochenumbauproteine dienen als wichtige Biomarker in der Diagnostik von Knochenstoffwechselstörungen. Blut- und Urintests messen zum Beispiel:
Therapeutisch werden Kenntnisse über Knochenumbauproteine genutzt, um gezielte Medikamente zu entwickeln. Beispielsweise hemmt der monoklonale Antikörper Denosumab RANKL und reduziert so den Knochenabbau bei Osteoporose.
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