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Die Knopflochdeformät ist eine Fehlstellung der Finger, bei der das Mittelgelenk gebeugt und das Endgelenk überstreckt ist. Sie entsteht häufig durch rheumatoide Arthritis oder Verletzungen.
Die Knopflochdeformät ist eine Fehlstellung der Finger, bei der das Mittelgelenk gebeugt und das Endgelenk überstreckt ist. Sie entsteht häufig durch rheumatoide Arthritis oder Verletzungen.
Die Knopflochdeformät (auch Boutonniere-Deformät genannt) ist eine charakteristische Fehlstellung eines Fingers, die das proximale Interphalangealgelenk (PIP-Gelenk) – also das mittlere Fingergelenk – und das distale Interphalangealgelenk (DIP-Gelenk) – das Endgelenk – betrifft. Dabei ist das PIP-Gelenk dauerhaft gebeugt, während das DIP-Gelenk überstreckt ist. Der Name leitet sich vom französischen Wort boutonniere (Knopfloch) ab, da der Strecksehnenapparat auseinanderweicht und der Gelenkkopf wie durch ein Knopfloch nach vorne tritt.
Die Knopflochdeformät kann durch verschiedene Ursachen entstehen:
Der Strecksehnenapparat des Fingers besteht aus einem komplexen System von Sehnen und Bändern. Der Zentralzipfel der Strecksehne setzt am Mittelglied an und streckt das PIP-Gelenk. Die seitlichen Zügel halten das DIP-Gelenk in normaler Position. Wird der Zentralzipfel durchtrennt oder geschädigt, gleiten die seitlichen Zügel nach unten (palmar), was zur Beugung des PIP-Gelenks und gleichzeitiger Überstreckung des DIP-Gelenks führt – das klassische Bild der Knopflochdeformät.
Die typischen Zeichen einer Knopflochdeformät umfassen:
Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine klinische Untersuchung durch einen Arzt oder eine Ärztin. Dabei wird die Gelenkstellung sowie die aktive und passive Beweglichkeit beurteilt. Zusätzliche Untersuchungen können sein:
In frühen Stadien oder bei frischen Verletzungen kann eine konservative Behandlung erfolgreich sein:
Bei fortgeschrittenen oder chronischen Deformitäten, die konservativ nicht beherrschbar sind, kommen operative Verfahren in Betracht:
Die Prognose hängt stark vom Stadium der Deformät und der Grunderkrankung ab. Frühzeitig erkannte und behandelte Knopflochdeformäten – insbesondere nach traumatischer Verletzung – haben eine gute Heilungschance. Chronische Verläufe im Rahmen rheumatischer Erkrankungen erfordern eine kontinuierliche Behandlung, um die Handfunktion möglichst lange zu erhalten.
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