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Kollagen Typ 1 ist das häufigste Strukturprotein im menschlichen Körper. Es stärkt Haut, Knochen, Sehnen und Bänder und spielt eine zentrale Rolle für Festigkeit und Elastizität des Bindegewebes.
Kollagen Typ 1 ist das häufigste Strukturprotein im menschlichen Körper. Es stärkt Haut, Knochen, Sehnen und Bänder und spielt eine zentrale Rolle für Festigkeit und Elastizität des Bindegewebes.
Kollagen Typ 1 (auch: Kollagen Typ I) ist das am häufigsten vorkommende Protein im menschlichen Körper und macht etwa 90 Prozent des gesamten Körperkollagens aus. Es gehört zur Familie der fibrillären Kollagene und bildet stabile, zugfeste Fasern, die dem Gewebe seine mechanische Stärke verleihen. Kollagen Typ 1 ist essenziell für die Integrität von Haut, Knochen, Sehnen, Bändern, Zähnen und der Hornhaut des Auges.
Kollagen Typ 1 besteht aus einer charakteristischen Dreifachhelixstruktur, die aus zwei Alpha-1-Ketten und einer Alpha-2-Kette zusammengesetzt ist. Diese Ketten werden von spezialisierten Zellen – vor allem Fibroblasten in der Haut und Osteoblasten im Knochen – produziert. Die Vorstufe, das sogenannte Prokollagen, wird zunächst in der Zelle gebildet und anschließend im Gewebe zu reifen Kollagenfibrillen zusammengesetzt. Für die korrekte Synthese sind Vitamin C, Zink und Kupfer als Kofaktoren unentbehrlich.
Die wichtigsten Aufgaben von Kollagen Typ 1 umfassen:
Ab dem 25. Lebensjahr nimmt die körpereigene Kollagenproduktion kontinuierlich ab – etwa um 1 bis 1,5 Prozent pro Jahr. Dieser Abbau beschleunigt sich durch Faktoren wie UV-Strahlung, Rauchen, Stress und eine nährstoffarme Ernährung. Sichtbare Folgen sind Faltenbildung, Hautschläffheit sowie ein erhöhtes Risiko für Gelenk- und Knochenbeschwerden.
Kollagen Typ 1 kann über die Nahrung in Form von knochenreicher Brühe, Fisch (insbesondere Fischhaut) und tierischem Bindegewebe zugeführt werden. Pflanzliche Lebensmittel enthalten kein Kollagen direkt, liefern jedoch Vorstufen und Kofaktoren für die körpereigene Synthese (z. B. Vitamin C aus Zitrusfrüchten, Zink aus Hülsenfrüchten).
In der Nahrungsergänzung sind hydrolysierte Kollagenpeptide aus Kollagen Typ 1 besonders verbreitet. Studien deuten darauf hin, dass die regelmäßige Einnahme von hydrolysierten Kollagenpeptiden (2,5 bis 10 g pro Tag) die Hautfeuchtigkeit und -elastizität verbessern sowie Gelenkbeschwerden lindern kann. Die Bioverfugbarkeit von Kollagenpeptiden ist im Vergleich zu nativem Kollagen deutlich höher, da die Peptide bereits aufgespalten sind.
Abbauprodukte von Kollagen Typ 1 – insbesondere das C-terminale Telopeptid (CTX) und das N-terminale Propeptid (P1NP) – werden als Biomarker im Blut oder Urin gemessen, um den Knochenstoffwechsel zu beurteilen und das Ansprechen auf eine Osteoporose-Therapie zu überwachen.
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