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Kollagenresorptionsmarker sind Laborwerte, die den Knochenabbau anzeigen. Sie helfen Ärzten, Osteoporose und andere Knochenerkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu überwachen.
Kollagenresorptionsmarker sind Laborwerte, die den Knochenabbau anzeigen. Sie helfen Ärzten, Osteoporose und andere Knochenerkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu überwachen.
Kollagenresorptionsmarker sind biochemische Parameter, die im Blut oder Urin gemessen werden und Auskunft über den Abbau von Kollagen im Körper geben. Da Knochen zu einem großen Teil aus Kollagen Typ I bestehen, spiegeln diese Marker vor allem den Grad des Knochenabbaus (Knochenresorption) wider. Sie werden in der klinischen Diagnostik eingesetzt, um Erkrankungen wie Osteoporose, Morbus Paget oder knochenmetastasierende Tumorerkrankungen zu erkennen und den Therapieerfolg zu kontrollieren.
Knochen ist ein lebendiges Gewebe, das einem ständigen Umbau unterliegt – dem sogenannten Knochenremodeling. Dabei bauen spezialisierte Zellen, die Osteoklasten, alten Knochen ab, während Osteoblasten neues Knochengewebe aufbauen. Beim Abbau von Kollagen Typ I entstehen spezifische Abbauprodukte, die in den Blutkreislauf gelangen und über die Nieren ausgeschieden werden. Diese Abbauprodukte werden als Kollagenresorptionsmarker bezeichnet.
Der Beta-CrossLaps-Test (Beta-CTX) misst Fragmente des C-terminalen Telopeptids von Kollagen Typ I. Er gilt als einer der empfindlichsten und am häufigsten eingesetzten Marker für die Knochenresorption. Die Messung erfolgt im Blutserum, idealerweise morgens nüchtern.
Das N-terminale Telopeptid (NTX) ist ein weiterer Abbaumarker von Kollagen Typ I. Es kann sowohl im Urin als auch im Blut gemessen werden und liefert ähnliche Informationen wie der CTX-Wert.
Desoxypyridinolin (DPD) und Pyridinolin (PYD) sind Quervernetzungsmoleküle (sogenannte Crosslinks) des Kollagens, die beim Knochenabbau freigesetzt werden. Sie werden überwiegend im Urin gemessen und auf das Kreatinin normiert, um tageszeitliche Schwankungen auszugleichen.
Die TRACP-5b ist ein Enzym, das von aktiven Osteoklasten sezerniert wird und ebenfalls als Marker für erhöhte Knochenresorption eingesetzt werden kann.
Für eine zuverlässige Messung sollte Blut morgens nüchtern abgenommen werden, da Kollagenresorptionsmarker – insbesondere CTX – einer ausgepägten tageszeitlichen (zirkadian) und nahrungsabhängigen Schwankung unterliegen. Folgende Faktoren können die Messwerte beeinflussen:
Erhöhte Kollagenresorptionsmarker weisen auf einen gesteigerten Knochenabbau hin. Sie sind jedoch kein eigenständiges Diagnosekriterium, sondern werden stets im Kontext anderer Untersuchungen (z. B. Knochendichtemessung, Bildgebung, klinisches Bild) interpretiert. Referenzbereiche variieren je nach Labor, Alter und Geschlecht des Patienten. Eine alleinige Erhöhung eines Markers reicht nicht aus, um eine Diagnose zu stellen.
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