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Die Kolposkopie ist eine gynäkologische Untersuchung, bei der der Muttermund und die Gebärmutterhalsschleimhaut mit einem speziellen Vergrößerungsgerät untersucht werden. Sie dient der Früherkennung von Zellveränderungen und Gebärmutterhalskrebs.
Die Kolposkopie ist eine gynäkologische Untersuchung, bei der der Muttermund und die Gebärmutterhalsschleimhaut mit einem speziellen Vergrößerungsgerät untersucht werden. Sie dient der Früherkennung von Zellveränderungen und Gebärmutterhalskrebs.
Die Kolposkopie ist eine diagnostische Untersuchungsmethode in der Gynäkologie. Mit einem speziellen optischen Gerät, dem sogenannten Kolposkop, können der Gebärmutterhals (Zervix), der Gebärmutterhalskanal sowie der Scheidenbereich stark vergrößert und beleuchtet betrachtet werden. Das Kolposkop ist ein Mikroskop, das außerhalb des Körpers positioniert wird und so eine genaue visuelle Beurteilung des Gewebes ermöglicht, ohne in den Körper einzudringen.
Die Untersuchung wird in der Regel von einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen durchgeführt und dauert meist zwischen 10 und 20 Minuten. Sie gilt als schmerzarm und sicher.
Eine Kolposkopie wird häufig empfohlen, wenn ein auffälliger PAP-Abstrich (Krebsvorsorgeabstrich) vorliegt oder wenn ein HPV-Test (Humanes Papillomvirus) ein positives Ergebnis zeigt. Weitere Indikationen sind:
Die Patientin liegt während der Untersuchung auf einem gynäkologischen Stuhl. Zunächst wird ein Spekulum (Scheidenspiegel) eingeführt, um die Scheide zu öffnen und den Gebärmutterhals sichtbar zu machen. Danach wird der Bereich mit einer schwachen Essigsäurelösung (3–5 %) betupft. Krankhaft veränderte Zellen färben sich dabei weißlich an – dieses Phänomen nennt sich Azetoweiß-Reaktion und gibt dem Untersucher wichtige Hinweise auf mögliche Dysplasien (Zellveränderungen).
Zusätzlich kann eine Jod-Schiller-Probe durchgeführt werden: Normales Schleimhautgewebe färbt sich durch Jodlösung braun, während veränderte Bereiche hell bleiben. So können auffällige Stellen genau lokalisiert und gezielt beprobt werden.
Wenn verdächtige Bereiche entdeckt werden, kann der Arzt oder die Ärztin eine Biopsie entnehmen, also eine kleine Gewebeprobe aus dem auffälligen Bereich. Diese Probe wird anschließend im Labor feingeweblich (histologisch) untersucht, um festzustellen, ob tatsächlich krankhafte Zellveränderungen vorliegen und wie schwerwiegend diese sind.
Mithilfe der Kolposkopie lassen sich verschiedene Befunde beurteilen:
Besondere Vorbereitungen sind in der Regel nicht erforderlich. Es wird jedoch empfohlen:
Die Kolposkopie ist eine sehr sichere Untersuchung. Mögliche, aber seltene Nebenwirkungen umfassen:
Ernsthafte Komplikationen sind sehr selten und treten meist nur im Zusammenhang mit einer Biopsieentnahme auf.
Die Kolposkopie ist ein zentrales Instrument in der gynäkologischen Krebsvorsorge. Sie ermöglicht es, Krebsvorstufen frühzeitig zu erkennen, bevor sie sich zu einem invasiven Karzinom entwickeln. Besonders im Zusammenhang mit HPV-Infektionen spielt sie eine bedeutende Rolle, da persistierende Infektionen mit Hochrisiko-HPV-Typen (vor allem HPV 16 und HPV 18) als Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs gelten. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung von CIN-Läsionen kann das Krebsrisiko deutlich reduzieren.
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