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Komedolytisch bezeichnet Wirkstoffe, die Mitesser auflösen oder deren Entstehung verhindern. Sie werden häufig bei Akne eingesetzt.
Komedolytisch bezeichnet Wirkstoffe, die Mitesser auflösen oder deren Entstehung verhindern. Sie werden häufig bei Akne eingesetzt.
Der Begriff komedolytisch setzt sich aus den Wörtern Komedo (Mitesser) und dem griechischen lytikos (auflösend) zusammen. Komedolytische Substanzen sind Wirkstoffe, die in der Lage sind, Komedonen – also verstopfte Haarfollikel, die als Mitesser sichtbar werden – aufzulösen, zu verhindern oder deren Bildung zu reduzieren. Sie spielen eine zentrale Rolle in der Behandlung von Akne vulgaris und anderen follikulären Hauterkrankungen.
Komedonen entstehen, wenn sich Talg (Sebum) und abgestorbene Hautschuppen in den Talgdrüsenfollikeln ansammeln und diese verstopfen. Man unterscheidet zwei Typen:
Komedonen sind häufig der Ausgangspunkt für entzündliche Akneläsionen wie Papeln, Pusteln oder Zysten.
Komedolytische Wirkstoffe wirken auf unterschiedliche Weisen, haben jedoch alle das Ziel, die Verstopfung der Follikel zu beseitigen oder zu verhindern:
Retinoide gelten als die wirksamsten komedolytischen Substanzen. Sie sind Abkömmlinge von Vitamin A und regulieren die Zellerneuerung der Haut. Zu den gängigen topischen Retinoiden zählen Tretinoin, Adapalen und Tazaroten. Orale Retinoide wie Isotretinoin werden bei schwerer Akne eingesetzt und haben zusätzlich eine stark talgdrüsenhemmende Wirkung.
Salicylsäure ist ein Beta-Hydroxy-Säure (BHA), die in die Poren eindringt, dort überschüssigen Talg löst und die Hornschicht lockert. Sie wird häufig in rezeptfreien Akneprodukten in Konzentrationen von 0,5 bis 2 % eingesetzt.
Azelainsäure wirkt komedolytisch, antibakteriell und entzündungshemmend. Sie eignet sich auch für empfindliche Haut und ist sowohl rezeptfrei als auch auf Rezept erhältlich.
Obwohl Benzoylperoxid in erster Linie antibakteriell wirkt, hat es auch eine gewisse komedolytische Wirkung, indem es die Hautverhornung normalisiert.
Säuren wie Glykolsäure und Milchsäure fördern die Abschilferung der oberflächlichen Hornschicht und können zur Reduzierung von Komedonen beitragen.
Komedolytische Substanzen werden primär bei folgenden Erkrankungen und Zuständen eingesetzt:
Komedolytische Wirkstoffe können insbesondere zu Beginn der Anwendung Hautreizungen verursachen. Häufige Nebenwirkungen sind:
Es wird empfohlen, komedolytische Produkte langsam in die Pflegeroutine einzuführen und einen ausreichenden Sonnenschutz zu verwenden.
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