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Komplementabhängige Zytotoxizität (CDC) ist ein Immunmechanismus, bei dem Antikörper und das Komplementsystem gemeinsam Zielzellen zerstören. Sie spielt eine Rolle bei Immunreaktionen und in der Krebstherapie.
Komplementabhängige Zytotoxizität (CDC) ist ein Immunmechanismus, bei dem Antikörper und das Komplementsystem gemeinsam Zielzellen zerstören. Sie spielt eine Rolle bei Immunreaktionen und in der Krebstherapie.
Die komplementabhängige Zytotoxizität (englisch: Complement-Dependent Cytotoxicity, kurz CDC) ist ein immunologischer Abwehrmechanismus des menschlichen Körpers. Dabei binden Antikörper an Zielzellen – zum Beispiel an Krankheitserreger oder entartete Tumorzellen – und aktivieren anschließend das sogenannte Komplementsystem. Das Komplementsystem ist ein Teil des angeborenen Immunsystems und besteht aus einer Reihe von Proteinen im Blut, die eine Kaskade von Reaktionen auslösen können.
Das Ziel dieser Reaktionskette ist die Zerstörung der markierten Zielzelle durch Bildung eines sogenannten Membranangriffskomplexes (MAC). Dieser durchlöchert die Zellmembran, was zum Absterben der Zelle führt. CDC ist damit ein zentraler Effektormechanismus des humoralen Immunsystems.
Der Ablauf der komplementabhängigen Zytotoxizität lässt sich in mehrere Schritte unterteilen:
CDC ist ein grundlegender Schutzmechanismus des Immunsystems gegenüber bakteriellen Infektionen, Viren und anderen Fremdkörpern. Wenn das Immunsystem spezifische Antikörper gegen einen Erreger gebildet hat – sei es durch eine Infektion oder durch Impfung – kann CDC zur schnellen Eliminierung der markierten Zellen beitragen.
In manchen Fällen kann CDC jedoch auch körpereigene Zellen angreifen, etwa bei Autoimmunerkrankungen, wenn Antikörper fälschlicherweise gegen körpereigene Strukturen gerichtet sind.
CDC spielt eine wichtige Rolle in der modernen Medizin, insbesondere in der Krebsimmuntherapie. Therapeutische monoklonale Antikörper werden gezielt so entwickelt, dass sie Tumorzellen markieren und anschließend das Komplementsystem aktivieren, um die Tumorzellen zu zerstören.
Die Fähigkeit eines therapeutischen Antikörpers, CDC auszulösen, hängt unter anderem von seiner Isotypzugehörigkeit (z.B. IgG1, IgG3), seiner Affinität zum Antigen sowie der Dichte des Antigens auf der Zielzelle ab.
CDC-Tests werden auch in der Transplantationsmedizin eingesetzt. Beim sogenannten Crossmatch-Test wird geprüft, ob das Blutserum eines Empfängers Antikörper enthält, die gegen Zellen des Spenders gerichtet sind. Eine positive CDC-Reaktion im Crossmatch deutet auf ein hohes Abstoßungsrisiko hin und kann eine Kontraindikation für eine Transplantation darstellen.
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