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Kongenitale dermale Melanozytose ist eine angeborene Pigmentstörung der Haut, bei der Melanozyten tief in der Lederhaut verbleiben und bläulich-graue Flecken verursachen.
Kongenitale dermale Melanozytose ist eine angeborene Pigmentstörung der Haut, bei der Melanozyten tief in der Lederhaut verbleiben und bläulich-graue Flecken verursachen.
Die kongenitale dermale Melanozytose (früher auch als Mongolenfleck bekannt) ist eine gutartige, angeborene Pigmentveränderung der Haut. Sie entsteht, wenn pigmentbildende Zellen, sogenannte Melanozyten, während der embryonalen Entwicklung nicht vollständig von der tiefen Hautschicht (Dermis) in die Oberhaut (Epidermis) einwandern und stattdessen in der Lederhaut verbleiben. Dies führt zu charakteristischen bläulich-grauen oder grau-grünen Hautflecken, die meist bereits bei der Geburt vorhanden sind.
Die genaue Ursache der kongenitalen dermalen Melanozytose liegt in einer Migrationsstörung der Melanozyten während der Embryonalentwicklung. Normalerweise wandern Melanozyten aus der sogenannten Neuralleiste in die Oberhaut. Bei dieser Störung verbleiben einige dieser Zellen in der Dermis, wodurch das typische bläuliche Erscheinungsbild entsteht, da das Melanin in der Tiefe der Haut das Licht anders reflektiert (Tyndall-Effekt).
Die kongenitale dermale Melanozytose zeigt sich durch folgende Merkmale:
Die Diagnose der kongenitalen dermalen Melanozytose wird in der Regel klinisch gestellt, also allein durch die Beurteilung des typischen Erscheinungsbildes durch einen Arzt oder eine Ärztin. Weiterführende Untersuchungen sind bei klassischen Fällen nicht notwendig.
Da es sich bei der kongenitalen dermalen Melanozytose um eine gutartige, selbstlimitierende Veränderung handelt, ist in den meisten Fällen keine Behandlung erforderlich.
Die kongenitale dermale Melanozytose ist medizinisch in der Regel bedeutungslos und bedarf keiner Therapie. Klinisch wichtig ist jedoch die Abgrenzung von Hämatomen, da die bläulichen Flecken von unerfahrenen Beobachtern gelegentlich fälschlicherweise als Hinweis auf Kindesmisshandlung interpretiert werden. Eine korrekte Dokumentation bei der Geburt ist daher empfehlenswert. In sehr seltenen Fällen kann eine extensive kongenitale dermale Melanozytose mit bestimmten Speicherkrankheiten (z. B. GM1-Gangliosidose) assoziiert sein, was eine weiterführende Diagnostik erfordern kann.
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