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Die Konstitutionstherapie ist ein ganzheitlicher Therapieansatz, der den Menschen als Gesamtheit betrachtet und individuelle Veranlagungen sowie körperliche und seelische Eigenschaften in die Behandlung einbezieht.
Die Konstitutionstherapie ist ein ganzheitlicher Therapieansatz, der den Menschen als Gesamtheit betrachtet und individuelle Veranlagungen sowie körperliche und seelische Eigenschaften in die Behandlung einbezieht.
Die Konstitutionstherapie ist ein therapeutisches Konzept, das den Menschen in seiner individuellen körperlichen, geistigen und seelischen Gesamtheit betrachtet. Im Mittelpunkt steht die sogenannte Konstitution – die angeborene und erworbene Grundveranlagung eines Menschen, die seine Reaktions- und Regulationsfähigkeit bestimmt. Dieser Ansatz findet vor allem in der Naturheilkunde, der Homöopathie, der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM) sowie in der anthroposophischen Medizin Anwendung.
Ziel der Konstitutionstherapie ist es nicht nur, einzelne Symptome zu behandeln, sondern die Selbstregulationskräfte des Organismus langfristig zu stärken und die Grundgesundheit des Menschen zu verbessern.
Das Konzept der Konstitution geht auf antike Medizintraditionen zurück, unter anderem auf die Humoralpathologie des Hippokrates, die vier Körpersäfte (Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle) und die damit verbundenen Temperamente (sanguinisch, phlegmatisch, cholerisch, melancholisch) beschreibt. Auch in der modernen Naturheilkunde und Komplementärmedizin spielt die Konstitutionsbeurteilung eine zentrale Rolle.
Die Konstitutionstherapie wird bei einer Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen eingesetzt, insbesondere bei:
Die Diagnose der individuellen Konstitution erfolgt durch eine ausführliche Anamnese (Krankengeschichte), bei der neben körperlichen Symptomen auch die Persönlichkeit, Lebensgewohnheiten, Ernährungsverhalten, emotionale Muster und familiäre Vorbelastungen berücksichtigt werden. In manchen Schulen kommen ergänzend spezifische Methoden zum Einsatz:
Abhängig vom jeweiligen Therapiesystem kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz:
In der klassischen Homöopathie wird ein sogenanntes Konstitutionsmittel ausgewählt, das der Gesamtheit der körperlichen und seelischen Merkmale des Patienten entspricht. Dieses Mittel soll die Selbstheilungskräfte aktivieren und die Konstitution langfristig harmonisieren.
Naturheilkundliche Konstitutionstherapien umfassen unter anderem:
In der anthroposophischen Medizin nach Rudolf Steiner wird die Konstitution des Menschen in vier Wesensglieder unterteilt (physischer Leib, Ätherleib, Astralleib, Ich-Organisation). Die Therapie richtet sich nach dem Ungleichgewicht dieser Glieder und umfasst unter anderem Heileurythmie, Kunsttherapie und spezifische Arzneimittel.
Die Konstitutionstherapie ist ein Konzept der Komplementär- und Alternativmedizin (KAM). Viele ihrer theoretischen Grundlagen – insbesondere die der Homöopathie – sind aus Sicht der modernen Evidenzmedizin nicht wissenschaftlich belegt. Dennoch berichten viele Patienten von positiven Erfahrungen, insbesondere bei chronischen und funktionellen Beschwerden. Einige naturheilkundliche Aspekte der Konstitutionstherapie, wie Ernährungsanpassung und Lebensstiländerungen, sind hingegen durch wissenschaftliche Studien gestützt.
Patienten sollten die Konstitutionstherapie stets als ergänzenden Ansatz betrachten und bei ernsthaften Erkrankungen eine schulmedizinische Abklärung nicht versäumen.
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