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Die kontinuierliche Hormontherapie ist eine Form der Hormonersatztherapie, bei der Östrogen und Gestagen ohne Unterbrechung eingenommen werden, um Wechseljahresbeschwerden dauerhaft zu lindern.
Die kontinuierliche Hormontherapie ist eine Form der Hormonersatztherapie, bei der Östrogen und Gestagen ohne Unterbrechung eingenommen werden, um Wechseljahresbeschwerden dauerhaft zu lindern.
Die kontinuierliche Hormontherapie (auch kontinuierliche Hormonersatztherapie oder kurz kontinuierliche HRT) ist eine medizinische Behandlungsmethode, bei der Hormone – in der Regel Östrogen in Kombination mit einem Gestagen – täglich und ohne Unterbrechung verabreicht werden. Im Gegensatz zur sequenziellen (zyklischen) Hormontherapie gibt es bei dieser Form keine therapiefreien Phasen und keine künstlich induzierten Regelblutungen. Sie wird vor allem bei Frauen in der Postmenopause eingesetzt, deren letzte Menstruation mindestens zwölf Monate zurückliegt.
Die kontinuierliche Hormontherapie wird primär zur Behandlung von Beschwerden eingesetzt, die durch den natürlichen Rückgang der Hormonproduktion in den Wechseljahren entstehen. Typische Einsatzbereiche sind:
Die kontinuierliche Hormontherapie funktioniert, indem sie den durch die Menopause bedingten Abfall der körpereigenen Östrogenproduktion ausgleicht. Östrogen wirkt auf zahlreiche Körpergewebe, darunter Gebärmutterschleimhaut, Knochen, Haut und das Herz-Kreislauf-System. Um einer übermäßigen Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) vorzubeugen, wird bei Frauen mit intakter Gebärmutter zusätzlich ein Gestagen (Progesteronpräparat) gegeben. Durch die tägliche, unterbrechungsfreie Einnahme beider Hormone bleibt der Hormonspiegel konstant, was Blutungsschwankungen vermeidet und die Lebensqualität stabilisiert.
Die kontinuierliche Hormontherapie kann auf verschiedene Arten verabreicht werden:
Die Dosierung wird individuell von der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt festgelegt und sollte so niedrig wie möglich und so hoch wie nötig gewählt werden.
Ein wesentlicher Vorteil gegenüber der sequenziellen Therapie ist das Ausbleiben regelmäßiger Hormonentzugsblutungen. Dies wird von vielen Frauen als deutliche Verbesserung der Lebensqualität empfunden. Zudem ist die Handhabung einfacher, da keine Zykluseinteilung beachtet werden muss.
Wie alle Hormontherapien ist auch die kontinuierliche Hormontherapie mit möglichen Nebenwirkungen und Risiken verbunden. Zu Beginn der Therapie können auftreten:
Langfristige Risiken, die bei der Therapieentscheidung berücksichtigt werden müssen, umfassen ein leicht erhöhtes Risiko für:
Das individuelle Risiko hängt von Faktoren wie Alter, Begleiterkrankungen, familiärer Vorbelastung und der Dauer der Therapie ab.
Die kontinuierliche Hormontherapie ist nicht geeignet für Frauen mit:
Die Entscheidung für oder gegen eine kontinuierliche Hormontherapie sollte immer individuell in einem ausführlichen Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt getroffen werden. Eine regelmäßige Überprüfung der Therapie (mindestens jährlich) ist empfohlen, um Nutzen und Risiken fortlaufend abzuwägen. Die kürzestmögliche Therapiedauer bei der niedrigsten wirksamen Dosis gilt als Leitprinzip moderner Hormontherapie.
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