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Die kontinuierliche zyklische Peritonealdialyse (CCPD) ist eine Form der Heimdialyse, bei der nachts ein Gerät automatisch mehrere Flüssigkeitswechsel im Bauchraum durchführt.
Die kontinuierliche zyklische Peritonealdialyse (CCPD) ist eine Form der Heimdialyse, bei der nachts ein Gerät automatisch mehrere Flüssigkeitswechsel im Bauchraum durchführt.
Die kontinuierliche zyklische Peritonealdialyse (kurz: CCPD, von englisch Continuous Cyclic Peritoneal Dialysis) ist eine spezielle Form der Peritonealdialyse, einem Nierenersatzverfahren für Menschen mit schwerer chronischer Niereninsuffizienz oder Nierenversagen. Bei dieser Methode wird die natürliche Membran des Bauchfells (Peritoneum) als Filter genutzt, um Schadstoffe und überschüssige Flüssigkeit aus dem Blut zu entfernen.
Im Unterschied zur manuellen CAPD (kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse) übernimmt bei der CCPD ein automatisches Gerät – der sogenannte Cycler – die Dialyselösungswechsel. Dies geschieht in der Regel während der Nacht, meist über einen Zeitraum von 8 bis 10 Stunden, sodass Patientinnen und Patienten tagsüber weitgehend frei sind.
Über einen dauerhaft eingesetzten, dünnen Kunststoffschlauch (den sogenannten Peritonealkatheter oder Tenckhoff-Katheter) wird eine sterile Dialyselösung in den Bauchraum eingeleitet. Diese Lösung verweilt für eine bestimmte Zeit im Bauch (sogenannte Verweilzeit), in der Schadstoffe wie Harnstoff, Kreatinin und überschüssige Elektrolyte aus dem Blut durch das Bauchfell in die Lösung diffundieren. Anschließend wird die verbrauchte Lösung wieder abgelassen und durch frische ersetzt.
Der Cycler führt diesen Vorgang automatisch und mehrfach pro Nacht durch. Tagsüber verbleibt entweder eine letzte Füllung im Bauch (sogenannte Tagfüllung), oder der Bauch wird leer gelassen – je nach individuellem Therapieplan.
Die CCPD wird eingesetzt bei Patientinnen und Patienten mit:
Die CCPD bietet gegenüber anderen Dialyseverfahren mehrere Vorteile:
Wie bei allen Dialyseverfahren sind auch bei der CCPD bestimmte Risiken und Komplikationen möglich:
Vor Beginn der CCPD werden Patientinnen und Patienten sowie ggf. deren Angehörige in einem spezialisierten Dialysezentrum umfassend geschult. Die Schulung umfasst:
Das Dialysezentrum begleitet die Therapie regelmäßig durch Kontrolluntersuchungen, Laborwerte und Anpassung des Dialyseplans.
Die Peritonealdialyse, zu der die CCPD gehört, ist neben der Hämodialyse das zweite große Nierenersatzverfahren. Während bei der Hämodialyse das Blut durch eine externe Maschine und eine künstliche Membran gereinigt wird, nutzt die Peritonealdialyse das körpereigene Bauchfell als Filter.
Innerhalb der Peritonealdialyse unterscheidet man zwischen der CAPD (manueller Beutelwechsel 3-5 mal täglich) und der CCPD (automatische Wechsel nachts durch den Cycler). Die CCPD eignet sich besonders für berufstätige Menschen, Kinder und Personen, die tagsüber mehr Freiheit wünschen.
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