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Die Krätze-Behandlung richtet sich gegen die Krätzmilbe und umfasst Cremes, Lotionen oder Tabletten. Erfahren Sie, welche Therapien wirksam sind.
Die Krätze-Behandlung richtet sich gegen die Krätzmilbe und umfasst Cremes, Lotionen oder Tabletten. Erfahren Sie, welche Therapien wirksam sind.
Krätze (medizinisch: Skabies) ist eine ansteckende Hauterkrankung, die durch die Krätzmilbe (Sarcoptes scabiei) verursacht wird. Die mikroskopisch kleinen Milben graben sich in die oberste Hautschicht ein, legen dort Eier ab und lösen starken Juckreiz sowie charakteristische Hautveränderungen aus. Ohne gezielte Behandlung heilt die Krätze nicht von selbst ab und kann leicht auf andere Personen übertragen werden. Daher ist eine rasche und konsequente Therapie entscheidend.
Die Behandlung der Krätze erfolgt in erster Linie mit milbenabtötenden Mitteln, sogenannten Skabiziden. Diese sind als Creme, Lotion oder Tablette erhältlich. Die Wahl des geeigneten Präparats hängt von Alter, Schwangerschaft und dem Schweregrad der Erkrankung ab.
Permethrin 5 % ist das am häufigsten eingesetzte und empfohlene Mittel gegen Krätze. Es wird als Creme auf den gesamten Körper aufgetragen – von Hals bis Fußsohle – und nach 8 bis 12 Stunden wieder abgewaschen. Permethrin ist auch für Säuglinge ab 2 Monaten und in der Schwangerschaft (nach ärztlicher Rücksprache) geeignet. In der Regel sind ein bis zwei Anwendungen notwendig.
Ivermectin ist ein oral einzunehmendes Medikament, das insbesondere bei schwerer, krustenbildender Krätze (sogenannte Borkenkrätze oder norwegische Krätze) sowie bei Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen eingesetzt wird. Es wird einmalig oder in mehreren Dosen gegeben. Ivermectin ist nicht für Kinder unter 15 kg Körpergewicht und nicht in der Schwangerschaft zugelassen.
Benzylbenzoat (10–25 %) wird als Lotion auf die Haut aufgetragen und ist eine preisgünstige Alternative, die vor allem in bestimmten Ländern weit verbreitet ist. Es muss mehrmals angewendet werden und kann Hautreizungen verursachen.
Crotamiton wird als Creme oder Lotion aufgetragen und wirkt sowohl milbenabtötend als auch juckreizlindernd. Es gilt als weniger wirksam als Permethrin und wird häufig als Ergänzungspräparat eingesetzt.
Da Krätze sehr ansteckend ist, müssen alle engen Kontaktpersonen (z. B. Haushaltsangehörige, sexuelle Partner) gleichzeitig behandelt werden, auch wenn sie noch keine Symptome zeigen. Zusätzlich sollten folgende Maßnahmen getroffen werden:
Auch nach erfolgreicher Behandlung kann der Juckreiz noch 2 bis 4 Wochen anhalten. Dies ist eine normale Körperreaktion auf die abgestorbenen Milben und ihre Ausscheidungsprodukte in der Haut. Zur Linderung können juckreizstillende Mittel wie Antihistaminika oder kortisonhaltige Cremes eingesetzt werden. Hält der Juckreiz länger an oder treten neue Hautveränderungen auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um eine erneute Infektion auszuschließen.
Bei Verdacht auf Krätze sollte umgehend ein Arzt oder eine Hautarztpraxis aufgesucht werden. Eine Selbstbehandlung ohne ärztliche Diagnose ist nicht empfehlenswert, da die Symptome der Krätze anderen Hauterkrankungen ähneln können. Besonders wichtig ist ärztliche Unterstützung bei:
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