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Die Kraniektomie ist ein neurochirurgischer Eingriff, bei dem ein Teil des Schädelknochens entfernt wird, um den Druck im Gehirn zu senken und lebensbedrohliche Zustände zu behandeln.
Die Kraniektomie ist ein neurochirurgischer Eingriff, bei dem ein Teil des Schädelknochens entfernt wird, um den Druck im Gehirn zu senken und lebensbedrohliche Zustände zu behandeln.
Die Kraniektomie ist ein neurochirurgischer Eingriff, bei dem ein Knochenstück des Schädels dauerhaft oder vorübergehend entfernt wird. Im Gegensatz zur Kraniotomie, bei der der Knochen nach dem Eingriff wieder eingesetzt wird, bleibt bei der Kraniektomie die Öffnung zunächst offen. Ziel des Eingriffs ist es, den intrakraniellen Druck (Druck im Inneren des Schädels) zu senken und das Gehirngewebe vor weiteren Schäden zu schützen.
Eine Kraniektomie wird in der Regel als Notfallmaßnahme oder bei geplanten neurochirurgischen Eingriffen eingesetzt. Typische Indikationen sind:
Die dekompressive Kraniektomie ist die häufigste Form und wird eingesetzt, wenn der Hirndruck medikamentös nicht mehr kontrollierbar ist. Durch die Entfernung eines Teils des Schädelknochens erhält das geschwollene Gehirn mehr Raum, sodass es sich ausdehnen kann, ohne zusätzlichen Schaden zu nehmen.
Je nach Lage des betroffenen Hirnbereichs wird die Schädelöffnung an verschiedenen Stellen vorgenommen: an der Stirn (frontal), an der Schläfe (temporal) oder am Hinterkopf (okzipital). Die hemikranielle Dekompression umfasst eine besonders große Schädelöffnung auf einer Seite des Kopfes.
Die Kraniektomie wird unter Vollnarkose durchgeführt. Der Chirurg schneidet die Kopfhaut auf, löst den Schädelknochen und entfernt das entsprechende Knochenstück. Anschließend wird die harte Hirnhaut (Dura mater) geöffnet oder erweitert, um zusätzlichen Raum zu schaffen. Die Kopfhaut wird wieder vernäht. Der entnommene Knochen wird steril aufbewahrt – entweder in einer Knochenbank oder in der Bauchdecke des Patienten – und zu einem späteren Zeitpunkt wieder eingesetzt (Kranioplastik).
Sobald das Gehirn sich erholt hat und der Hirndruck normalisiert ist – meist nach einigen Wochen bis Monaten – wird der entnommene Knochen oder ein Implantat aus Titan oder Kunststoff wieder in den Schädel eingesetzt. Dieser zweite Eingriff wird als Kranioplastik bezeichnet und dient sowohl dem Schutz des Gehirns als auch der Wiederherstellung der normalen Schädelform.
Wie jeder chirurgische Eingriff birgt auch die Kraniektomie Risiken:
Die Prognose nach einer Kraniektomie hängt stark von der Grunderkrankung, dem Ausmaß der Hirnschädigung und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten ab. Nach dem Eingriff ist eine intensive neurochirurgische Nachsorge sowie eine umfassende Rehabilitation – bestehend aus Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie – notwendig, um verlorene Funktionen bestmöglich wiederherzustellen.
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