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Kupfersulfat ist eine anorganische Kupferverbindung, die in Medizin, Landwirtschaft und Industrie eingesetzt wird. In geringen Dosen wirkt es antimikrobiell und fungizid.
Kupfersulfat ist eine anorganische Kupferverbindung, die in Medizin, Landwirtschaft und Industrie eingesetzt wird. In geringen Dosen wirkt es antimikrobiell und fungizid.
Kupfersulfat (chemische Formel: CuSO₄) ist eine anorganische Verbindung aus Kupfer, Schwefel und Sauerstoff. Am häufigsten tritt es als blaues, kristallines Pentahydrat (CuSO₄ · 5H₂O) auf, das auch als Blaustein oder Blauvitriol bekannt ist. Die Substanz findet Anwendung in der Landwirtschaft, der Industrie sowie in begrenztem Umfang in der Medizin.
Kupfersulfat ist ein wasserlösliches, intensiv blaues Salz. Es kommt in der Natur in seltenen Mineralien wie Chalkanthit vor, wird jedoch überwiegend industriell hergestellt. In wasserfreier Form erscheint es als weißes bis graues Pulver und nimmt bei Wasseraufnahme wieder die charakteristische Blaufärbung an.
In der Medizin wurde Kupfersulfat historisch als Emetikum (Brechmittel) bei Vergiftungen eingesetzt, was heute jedoch aufgrund seiner eigenen Toxizität nicht mehr empfohlen wird. Aktuelle medizinische Anwendungen umfassen:
In der Tiermedizin wird Kupfersulfat zur Behandlung und Vorbeugung von Kupfermangel bei Wiederkäuern sowie als Fußbad zur Behandlung von Klauenerkrankungen bei Rindern und Schafen eingesetzt.
Kupfersulfat ist Bestandteil der sogenannten Bordeaux-Brühe, einem klassischen Pflanzenschutzmittel, das gegen Pilzkrankheiten wie den Falschen Mehltau an Weinreben und anderen Kulturpflanzen eingesetzt wird. Aufgrund seiner Persistenz im Boden ist die landwirtschaftliche Anwendung in vielen Ländern reguliert.
Die antimikrobielle und fungizide Wirkung von Kupfersulfat beruht auf der Freisetzung von Kupfer-Ionen (Cu²⁺). Diese Ionen hemmen Enzyme, schädigen Zellmembranen von Mikroorganismen und führen zur Denaturierung von Proteinen, was zum Absterben von Pilzen, Bakterien und Algen führt.
Kupfersulfat ist für den Menschen toxisch, wenn es in größeren Mengen aufgenommen wird. Symptome einer akuten Vergiftung umfassen:
Chronische Exposition kann zu einer Kupferakkumulation in der Leber führen, ähnlich dem Krankheitsbild des Morbus Wilson. Im Umgang mit Kupfersulfat sind geeignete Schutzmaßnahmen (Handschuhe, Schutzbrille) zu tragen.
Als Lebensmittelzusatzstoff ist Kupfersulfat in der EU unter der Bezeichnung E 519 zugelassen. Es dient dort als Festigungsmittel und Farbstabilisator in eng begrenzten Anwendungsgebieten. Die zulässigen Höchstmengen sind streng reguliert.
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