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L-Citrullin ist eine natürlich vorkommende Aminosäure, die im Harnstoffzyklus eine wichtige Rolle spielt und als Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der Durchblutung und sportlichen Leistung eingesetzt wird.
L-Citrullin ist eine natürlich vorkommende Aminosäure, die im Harnstoffzyklus eine wichtige Rolle spielt und als Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der Durchblutung und sportlichen Leistung eingesetzt wird.
L-Citrullin ist eine nicht-proteinogene Aminosäure, das heißt, sie wird nicht direkt für den Aufbau von Körperproteinen verwendet, spielt aber eine zentrale Rolle im Stoffwechsel. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort Citrullus (Wassermelone) ab, da die Aminosäure erstmals aus Wassermelonen isoliert wurde. Im menschlichen Körper wird L-Citrullin vor allem in der Dünndarmschleimhaut sowie in der Leber produziert und ist ein wichtiges Zwischenprodukt des Harnstoffzyklus.
L-Citrullin erfüllt im menschlichen Körper mehrere wichtige Aufgaben:
Der wichtigste Wirkmechanismus von L-Citrullin beruht auf seiner Umwandlung zu L-Arginin in der Niere. L-Arginin ist das Substrat für das Enzym Stickstoffmonoxid-Synthase (NOS), welches Stickstoffmonoxid (NO) produziert. NO bewirkt eine Vasodilatation (Erweiterung der Blutgefäße), was zu einer verbesserten Durchblutung, einem niedrigeren Blutdruck und einer besseren Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Muskeln führt. Interessanterweise erhöht eine Supplementierung mit L-Citrullin den L-Arginin-Spiegel im Blut sogar effektiver als eine direkte L-Arginin-Supplementierung, da L-Citrullin im Gegensatz zu L-Arginin den Abbau im Magen-Darm-Trakt besser übersteht.
L-Citrullin kommt natürlicherweise in verschiedenen Lebensmitteln vor. Besonders reich an L-Citrullin sind:
L-Citrullin wird sowohl in der Medizin als auch als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. Zu den wichtigsten Anwendungsgebieten gehören:
Als Nahrungsergänzungsmittel wird L-Citrullin häufig in Form von L-Citrullin-Malat (eine Verbindung mit Äpfelsäure) oder als reines L-Citrullin-Pulver angeboten. Typische Dosierungen in Studien liegen bei 3 bis 6 Gramm pro Tag, wobei für sportliche Leistungssteigerung häufig 6 bis 8 Gramm Citrullin-Malat etwa 60 Minuten vor dem Training eingenommen werden. Eine Zulassung als Arzneimittel besteht in den meisten Ländern nicht; die Anwendung erfolgt überwiegend im Bereich der Nahrungsergänzung. Die Einnahme sollte stets mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.
L-Citrullin gilt bei den empfohlenen Dosierungen generell als gut verträglich und sicher. Mögliche Nebenwirkungen sind selten, können jedoch umfassen:
Personen mit Nierenerkrankungen, schwerem Leberversagen oder bekannten Harnstoffzyklusstörungen sollten L-Citrullin nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin einnehmen. Für Schwangere und Stillende liegen keine ausreichenden Sicherheitsdaten vor.
L-Citrullin kann Wechselwirkungen mit folgenden Substanzen haben:
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