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Laktose Monohydrat ist eine kristalline Form des Milchzuckers und wird häufig als Träger- und Füllstoff in Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt.
Laktose Monohydrat ist eine kristalline Form des Milchzuckers und wird häufig als Träger- und Füllstoff in Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt.
Laktose Monohydrat ist die kristallisierte, wasserhaltige Form der Laktose (Milchzucker). Die chemische Verbindung besteht aus einem Molekül Laktose und einem Molekül Wasser (H&sub2;O), woraus sich der Begriff „Monohydrat“ ableitet. Laktose selbst ist ein Disaccharid, das aus den beiden Einfachzuckern Glukose und Galaktose zusammengesetzt ist und natürlicherweise in Milch und Milchprodukten vorkommt.
In der pharmazeutischen Industrie gehört Laktose Monohydrat zu den am häufigsten verwendeten Hilfsstoffen (Exzipienten). Es dient vorwiegend als Füll- und Trägerstoff in Tabletten, Kapseln und Pulverinhalatoren. Als Lebensmittelzusatzstoff und Inhaltsstoff in der Lebensmittelverarbeitung spielt es ebenfalls eine wichtige Rolle.
Laktose Monohydrat hat folgende charakteristische Eigenschaften:
Laktose Monohydrat ist einer der wichtigsten pharmazeutischen Hilfsstoffe weltweit. Es wird in einer Vielzahl von Darreichungsformen eingesetzt:
In festen Arzneiformen dient Laktose Monohydrat als Füllstoff, um das Volumen einer Tablette oder Kapsel auf eine handhabbare Größe zu bringen. Es verbessert die Fließeigenschaften von Pulvermischungen und unterstützt das gleichmäßige Verpressen von Wirkstoffpulvern.
In Trockenpulverinhalatoren (Dry Powder Inhalers, DPI) – wie sie bei Asthma oder COPD eingesetzt werden – fungiert Laktose Monohydrat als Trägerpartikel. Der feine Wirkstoff haftet an den größeren Laktosepartikeln und wird beim Inhalieren freigesetzt und in die Atemwege transportiert.
Auch in Nahrungsergänzungsmitteln, Diätprodukten und Lebensmittelmischungen wird Laktose Monohydrat als Träger für Aromen, Vitamine und andere Wirkstoffe genutzt.
In der Lebensmittelindustrie wird Laktose Monohydrat als:
Aufgrund seiner natürlichen Herkunft aus Molke (einem Nebenprodukt der Käseherstellung) gilt es als gut verträglicher und wirtschaftlicher Rohstoff.
Menschen mit Laktoseintoleranz verfügen über eine verminderte Aktivität des Enzyms Laktase, das Laktose im Dünndarm in Glukose und Galaktose aufspaltet. Wenn Laktose unverdaut in den Dickdarm gelangt, wird sie von Darmbakterien fermentiert, was zu Beschwerden wie Blähungen, Bauchkrämpfen und Durchfall führen kann.
Wichtig zu wissen: Die in Arzneimitteln enthaltenen Mengen an Laktose Monohydrat sind in der Regel sehr gering. Bei leichter bis moderater Laktoseintoleranz sind diese Mengen meist gut verträglich. Dennoch sollten Betroffene bei der Einnahme laktosehaltiger Medikamente ihren Arzt oder Apotheker konsultieren. Bei schwerer Laktoseintoleranz oder Galaktosämie (einer seltenen Stoffwechselstörung) sind laktosefreie Alternativen zu wählen.
Laktose Monohydrat gilt als pharmakologisch inaktiver Hilfsstoff und ist von behördlicher Seite – etwa von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und der US-amerikanischen FDA – als sicher eingestuft. Es ist in den meisten Arzneibuchmonographien, darunter dem Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) und der United States Pharmacopeia (USP), beschrieben und genormt.
Folgende Punkte sind bei der Verwendung zu beachten:
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