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Lansoprazol ist ein Protonenpumpenhemmer, der die Magensäureproduktion reduziert. Es wird bei Sodbrennen, Magengeschwüren und Refluxkrankheit eingesetzt.
Lansoprazol ist ein Protonenpumpenhemmer, der die Magensäureproduktion reduziert. Es wird bei Sodbrennen, Magengeschwüren und Refluxkrankheit eingesetzt.
Lansoprazol ist ein Protonenpumpenhemmer (PPI, englisch: Proton Pump Inhibitor) und gehört zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten weltweit. Es hemmt gezielt die säureproduzierenden Zellen der Magenschleimhaut und senkt dadurch den Säuregehalt im Magen dauerhaft und wirksam. Lansoprazol ist in Deutschland als verschreibungspflichtiges sowie in niedrigen Dosierungen auch als rezeptfreies Arzneimittel erhältlich.
Lansoprazol wird bei einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt, die durch übermäßige Magensäureproduktion verursacht oder verstärkt werden:
Lansoprazol wirkt als sogenannter irreversibler Protonenpumpenhemmer. Im Magen befinden sich spezialisierte Belegzellen (Parietalzellen), die über eine Protonenpumpe (H+/K+-ATPase) Salzsäure in den Magenraum abgeben. Lansoprazol wird als inaktive Vorstufe (Prodrug) eingenommen, gelangt über den Blutkreislauf in die Belegzellen und wird dort im sauren Milieu in seine aktive Form umgewandelt. Diese aktive Form bindet kovalent und dauerhaft an die Protonenpumpe und blockiert sie vollständig. Dadurch wird die Säureproduktion um bis zu 90 % reduziert. Da die Hemmung irreversibel ist, hält die Wirkung so lange an, bis neue Protonenpumpen von den Zellen gebildet werden – was etwa 24 bis 48 Stunden dauert.
Die Dosierung von Lansoprazol richtet sich nach der Indikation und dem individuellen Krankheitsbild:
Lansoprazol sollte 30 Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen werden, da die Protonenpumpen während der Nahrungsaufnahme am aktivsten sind und das Medikament so seine maximale Wirkung entfaltet. Die Kapsel sollte im Ganzen geschluckt werden. Für Patienten mit Schluckbeschwerden sind Schmelztabletten oder Granulat-Beutelchen erhältlich.
Lansoprazol wird im Allgemeinen gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
Lansoprazol kann die Wirksamkeit anderer Medikamente beeinflussen:
Lansoprazol sollte nicht eingenommen werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder anderen Protonenpumpenhemmern. Bei Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Einnahme nur nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen. Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz benötigen eine Dosisanpassung. Bei Langzeitanwendung (mehr als 1 Jahr) empfiehlt sich eine ärztliche Überwachung und gegebenenfalls eine Kontrolle von Magnesium- und Vitamin-B12-Spiegeln.
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