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Die laterale Bandplastik ist ein chirurgischer Eingriff zur Rekonstruktion der Außenbandstrukturen des Sprunggelenks bei chronischer Instabilität.
Die laterale Bandplastik ist ein chirurgischer Eingriff zur Rekonstruktion der Außenbandstrukturen des Sprunggelenks bei chronischer Instabilität.
Die laterale Bandplastik ist ein operatives Verfahren zur Wiederherstellung der stabilisierenden Bänder auf der Außenseite des Sprunggelenks. Sie kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn konservative Therapiemöglichkeiten wie Physiotherapie und Bandagen bei einer chronischen Sprunggelenkinstabilität nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Ziel des Eingriffs ist es, die mechanische Stabilität des Gelenks dauerhaft wiederherzustellen und erneuten Umknickverletzungen vorzubeugen.
Die häufigste Ursache für eine laterale Bandplastik ist eine chronische Instabilität des oberen Sprunggelenks, die sich nach wiederholten Supinationstraumata (Umknickverletzungen nach außen) entwickelt. Dabei können folgende Bänder geschädigt sein:
Eine operative Versorgung ist indiziert, wenn:
Die am weitesten verbreitete Methode ist die modifizierte Brostrom-Gould-Operation. Dabei werden die vorhandenen, aber gedehnten oder eingerissenen Bandstrukturen direkt gekürzt, gestrafft und mit Nähten am Wadenbein (Fibula) reinseriert. Zusätzlich wird das Retinaculum extensorum inferius als Verstärkungsschicht über die rekonstruierten Bänder genäht. Diese Methode gilt als Goldstandard bei der lateralen Bandplastik.
Bei unzureichendem Eigengewebe oder nach mehrfachen Voroperationen kann ein Sehnentransplantat verwendet werden. Hierbei dient häufig die Plantarissehne, die Gracilissehne oder ein synthetisches Implantat als Ersatzmaterial. Das Transplantat wird durch Knochenkanäle in Fibula und Talus geführt und fixiert.
Zunehmend werden auch minimalinvasive, arthroskopisch assistierte Techniken eingesetzt, die kleinere Schnitte erfordern, schnellere Wundheilung ermöglichen und das umliegende Gewebe schonen. Dabei werden spezielle Ankersysteme verwendet, um die Bänder am Knochen zu befestigen.
Vor der Operation erfolgt eine sorgfältige Diagnostik:
Nach der lateralen Bandplastik ist eine strukturierte Nachbehandlung entscheidend für den Behandlungserfolg:
Die vollständige sportliche Belastungsfähigkeit ist meist nach 4–6 Monaten erreicht.
Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der lateralen Bandplastik mögliche Risiken:
Die Erfolgsraten der lateralen Bandplastik sind insgesamt sehr gut. Studien zeigen, dass mehr als 85 % der Patienten nach der modifizierten Brostrom-Gould-Operation langfristig schmerzfrei und stabil sind und zum Sport zurückkehren können. Bei Leistungssportlern und körperlich aktiven Patienten ist die Prognose besonders positiv.
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