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Eine laterale Halszyste ist eine angeborene, gutartige Gewebsaussackung seitlich am Hals, die aus Resten der embryonalen Kiemenbogen entsteht. Sie wird oft erst im Kindes- oder Erwachsenenalter bemerkt.
Eine laterale Halszyste ist eine angeborene, gutartige Gewebsaussackung seitlich am Hals, die aus Resten der embryonalen Kiemenbogen entsteht. Sie wird oft erst im Kindes- oder Erwachsenenalter bemerkt.
Eine laterale Halszyste (auch branchiogene Zyste genannt) ist eine gutartige, mit Flüssigkeit gefüllte Gewebstasche, die seitlich am Hals auftritt. Sie gehört zu den sogenannten branchiogenen Fehlbildungen und entsteht durch eine unvollständige Rückbildung embryonaler Kiemenbogenstrukturen während der Schwangerschaft. Laterale Halszysten sind die häufigsten angeborenen Halsfehlbildungen und machen etwa 20 Prozent aller gutartiger Halsgeschwülste aus.
Während der embryonalen Entwicklung bilden sich sogenannte Kiemenbogen und Kiemenfurchen, aus denen sich verschiedene Strukturen des Halses und des Gesichts entwickeln. Normalerweise bilden sich diese Strukturen vollständig zurück. Bleiben Reste dieser Gewebe erhalten, können sich daraus Zysten, Fisteln oder Sinus (offene Gänge) entwickeln.
Laterale Halszysten verlaufen häufig über lange Zeit symptomlos und werden zufällig entdeckt. Folgende Beschwerden können auftreten:
Häufig werden laterale Halszysten erstmals in der Kindheit oder im frühen Erwachsenenalter bemerkt, oft nach einer Infektionskrankheit, die zur Vergrößerung der Zyste führt.
Die Diagnose einer lateralen Halszyste erfolgt durch verschiedene Untersuchungsmethoden:
Wichtig ist die Abgrenzung von anderen Halsraumforderungen, zum Beispiel vergrößerte Lymphknoten, Lipome, Speicheldrüsenzysten oder in seltenen Fällen zystische Metastasen eines Plattenepithelkarzinoms.
Die Behandlung der Wahl ist die vollständige operative Entfernung (Exzision) der Zyste. Eine Operation wird empfohlen, da:
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Der Chirurg entfernt die Zyste vollständig einschließlich aller Ausläufer und eines eventuell vorhandenen Fistelgangs. Eine vollständige Entfernung ist entscheidend, um ein Wiederauftreten (Rezidiv) zu vermeiden. Bei vorausgegangener Entzündung kann die Operation technisch anspruchsvoller sein.
Bei akuter Entzündung der Zyste erfolgt zunächst eine antibiotische Therapie. In manchen Fällen muss ein Abszess chirurgisch eröffnet und drainiert werden, bevor die endgültige Entfernung der Zyste geplant wird.
Nach vollständiger operativer Entfernung ist die Prognose sehr gut. Rezidive treten vor allem bei unvollständiger Entfernung auf. Eine bösartige Entartung einer lateralen Halszyste ist äußerst selten.
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