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Leberumbaumarker sind Laborwerte, die Umbauprozesse im Lebergewebe anzeigen und bei der Diagnose von Leberfibrose und Leberzirrhose eingesetzt werden.
Leberumbaumarker sind Laborwerte, die Umbauprozesse im Lebergewebe anzeigen und bei der Diagnose von Leberfibrose und Leberzirrhose eingesetzt werden.
Leberumbaumarker sind Laborparameter im Blut, die Aufschluss über Umbauprozesse im Lebergewebe geben. Sie spiegeln die Aktivität von Zellen und Enzymen wider, die am Auf- und Abbau von Bindegewebe in der Leber beteiligt sind. Wenn die Leber dauerhaft geschädigt wird – etwa durch chronische Entzündungen, Alkohol oder Virushepatitis – reagiert das Organ mit einer vermehrten Bildung von Bindegewebsfasern (Fibrose). Leberumbaumarker helfen dabei, diesen Prozess frühzeitig zu erkennen und seinen Verlauf zu verfolgen.
Die Bestimmung von Leberumbaumarkern ist besonders wichtig, um den Schweregrad einer Leberfibrose oder einer Leberzirrhose einzuschätzen, ohne zwingend eine Leberbiopsie (Gewebeentnahme) durchführen zu müssen. Sie werden eingesetzt bei:
Hyaluronsäure ist ein Bestandteil der extrazellulären Matrix und wird bei Leberfibrose vermehrt produziert und schlechter abgebaut. Erhöhte Werte im Blut sind ein sensitiver Marker für eine fortgeschrittene Fibrose.
Das Typ-III-Prokollagen-Peptid (PIIINP) entsteht beim Aufbau von Kollagen Typ III und wird als Spaltprodukt ins Blut abgegeben. Erhöhte Spiegel weisen auf eine aktive Fibrogenese (Bindegewebsneubildung) in der Leber hin.
Laminin ist ein Strukturprotein der Basalmembran. Erhöhte Blutkonzentrationen deuten auf eine Verdickung der Sinuswände in der Leber hin, was typisch für eine fortschreitende Leberfibrose ist.
Kollagen Typ IV ist ein wesentlicher Bestandteil der Basalmembran. Sein Anstieg im Serum reflektiert eine Verdickung und Fibrosierung der Lebersinusoide.
YKL-40 ist ein Glykoprotein, das von aktivierten Lebersternzellen und Makrophagen produziert wird. Es gilt als Marker für entzündliche Aktivität und Fibrose.
Matrix-Metalloproteasen (MMPs) sind Enzyme, die Bindegewebe abbauen, wahrend ihre Inhibitoren (TIMPs – Tissue Inhibitors of Metalloproteinases) diesen Abbau hemmen. Ein Ungleichgewicht zugunsten der TIMPs fördert die Fibrose. Die Bestimmung dieser Parameter erlaubt Rückschlüsse auf die Aktivität des Gewebeumbaus.
Leberumbaumarker werden in der Regel als Teil eines Fibrose-Scores eingesetzt, der mehrere Parameter kombiniert. Bekannte Score-Systeme sind z. B. der FibroTest, der Enhanced Liver Fibrosis (ELF) Score (bestehend aus Hyaluronsäure, PIIINP und TIMP-1) oder der FIB-4-Index. Diese kombinierten Tests bieten eine höhere diagnostische Genauigkeit als einzelne Marker allein.
Wichtig: Erhöhte Werte einzelner Marker können auch durch andere Erkrankungen beeinflusst werden. Die Interpretation sollte daher immer im klinischen Kontext durch einen Arzt oder eine Ärztin erfolgen.
Die Leberbiopsie gilt zwar als Goldstandard zur Beurteilung des Fibrosegrades, ist jedoch invasiv und mit Risiken verbunden. Leberumbaumarker bieten eine nicht-invasive Alternative, die:
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