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Leptinresistenz bezeichnet den Zustand, bei dem der Körper nicht mehr angemessen auf das Sättigungshormon Leptin reagiert. Dies kann zu Übergewicht und Stoffwechselstörungen führen.
Leptinresistenz bezeichnet den Zustand, bei dem der Körper nicht mehr angemessen auf das Sättigungshormon Leptin reagiert. Dies kann zu Übergewicht und Stoffwechselstörungen führen.
Leptinresistenz ist ein Stoffwechselzustand, bei dem die Körperzellen – insbesondere bestimmte Nervenzellen im Gehirn – nicht mehr ausreichend auf das Hormon Leptin reagieren. Leptin wird vom Fettgewebe produziert und spielt eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Hungergefühls und des Energiehaushalts. Bei einer Resistenz gegen dieses Hormon bleibt das Sättigungssignal aus, obwohl ausreichend oder sogar übermäßig viel Leptin im Blut vorhanden ist.
Leptin wird hauptsächlich von den Fettzellen (Adipozyten) ausgeschüttet und wirkt primär im Hypothalamus, einem Bereich des Gehirns, der für die Steuerung von Appetit und Energieverbrauch zuständig ist. Unter normalen Bedingungen signalisiert Leptin dem Gehirn, dass ausreichend Energiereserven vorhanden sind, woraufhin das Hungergefühl sinkt und der Energieverbrauch erhöht wird. Bei Leptinresistenz wird dieses Signal nicht mehr korrekt verarbeitet.
Die genauen Ursachen der Leptinresistenz sind noch Gegenstand aktiver Forschung. Folgende Faktoren werden mit ihrer Entstehung in Verbindung gebracht:
Da das Sättigungssignal nicht mehr korrekt weitergeleitet wird, können folgende Beschwerden und Folgeerkrankungen auftreten:
Eine Leptinresistenz wird selten direkt diagnostiziert, da es keinen standardisierten klinischen Test gibt. Hinweisend sind jedoch folgende Befunde:
Der Arzt oder die Ärztin kann einen Leptinspiegel-Test im Blut anordnen. Dieser wird jedoch in der Regel nur in spezialisierten Einrichtungen durchgeführt.
Derzeit gibt es keine zugelassene Medikation, die gezielt die Leptinresistenz behandelt. Die Therapie zielt daher auf eine Verbesserung der Leptinsensitivität durch Lebensstiländerungen ab:
Eine Reduktion von stark verarbeiteten Lebensmitteln, Zucker und gesättigten Fettsäuren kann helfen, den Leptinspiegel zu senken und die Empfindlichkeit der Rezeptoren zu verbessern. Eine nährstoffreiche, ballaststoffreiche Ernährung wird empfohlen.
Regelmäßige Bewegung, insbesondere Ausdauertraining und Krafttraining, kann die Insulinsensitivität und möglicherweise auch die Leptinsensitivität verbessern.
Ausreichend Schlaf (7–9 Stunden pro Nacht) sowie Techniken zur Stressreduktion (z. B. Meditation, Yoga) wirken sich positiv auf den Hormonstoffwechsel aus.
Verschiedene Wirkstoffe, die die Leptinsignalisierung verbessern sollen, befinden sich in der Erforschung, sind aber noch nicht für die breite klinische Anwendung zugelassen. Bei seltenen, genetisch bedingten Leptinmangelzuständen (nicht Resistenz) kann rekombinantes Leptin (Metreleptin) eingesetzt werden.
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