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Leukozyteninfiltration – Definition und Bedeutung

Leukozyteninfiltration bezeichnet das Einwandern weißer Blutkörperchen in Gewebe als Reaktion auf Entzündung oder Infektion. Sie ist ein zentraler Bestandteil der Immunabwehr.

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Wissenswertes über "Leukozyteninfiltration"

Leukozyteninfiltration bezeichnet das Einwandern weißer Blutkörperchen in Gewebe als Reaktion auf Entzündung oder Infektion. Sie ist ein zentraler Bestandteil der Immunabwehr.

Was ist Leukozyteninfiltration?

Die Leukozyteninfiltration bezeichnet den Prozess, bei dem weiße Blutkörperchen (Leukozyten) aus dem Blutkreislauf in das umliegende Gewebe einwandern. Dieser Vorgang ist ein fundamentaler Bestandteil der körpereigenen Immunabwehr und tritt typischerweise als Reaktion auf Entzündungen, Infektionen, Gewebeschäden oder andere pathologische Reize auf. Im gesunden Gewebe sind Leukozyten kaum vorhanden; eine deutliche Ansammlung dieser Zellen ist daher ein wichtiges diagnostisches Zeichen für eine entzündliche Reaktion.

Mechanismus der Leukozyteninfiltration

Der Prozess der Leukozyteninfiltration verläuft in mehreren aufeinanderfolgenden Schritten:

  • Aktivierung des Endothels: Bei einer Entzündung setzen geschädigte oder infizierte Zellen chemische Botenstoffe, sogenannte Zytokine und Chemokine, frei. Diese aktivieren die Endothelzellen der Blutgefäßwände und veranlassen sie, spezielle Haftmoleküle (sogenannte Adhäsionsmoleküle) auf ihrer Oberfläche zu bilden.
  • Margination und Rolling: Leukozyten im Blutfluss werden durch die Adhäsionsmoleküle verlangsamt und beginnen, an der Innenwand der Blutgefäße entlangzurollen (Rolling).
  • Adhäsion: Durch stärkere Bindungen heften sich die Leukozyten fest an die Gefäßwand.
  • Diapedese (Transmigration): Die Leukozyten wandern aktiv durch die Gefäßwand hindurch in das umliegende Gewebe ein. Dieser Schritt wird als Diapedese oder Transmigration bezeichnet.
  • Chemotaxis: Im Gewebe folgen die Leukozyten chemischen Gradienten, um gezielt zum Ort der Entzündung oder Infektion zu gelangen.

Beteiligte Zelltypen

Nicht alle Leukozyten sind gleich. Je nach Art der Entzündung wandern unterschiedliche Zelltypen in das Gewebe ein:

  • Neutrophile Granulozyten: Sie sind die ersten Zellen, die bei einer akuten Entzündung oder bakteriellen Infektion in das Gewebe einwandern. Sie machen den Großteil der frühen Infiltration aus und bekämpfen Krankheitserreger durch Phagozytose.
  • Monozyten und Makrophagen: Sie folgen den Neutrophilen und sind bei chronischen Entzündungen sowie bei der Gewebereparatur besonders wichtig.
  • Lymphozyten: T- und B-Lymphozyten sind vor allem bei spezifischen Immunreaktionen, wie Virusinfektionen oder Autoimmunerkrankungen, beteiligt.
  • Eosinophile Granulozyten: Sie infiltrieren vor allem bei allergischen Reaktionen und parasitären Infektionen.
  • Mastzellen: Sie spielen eine wichtige Rolle bei allergischen und anaphylaktischen Reaktionen.

Klinische Bedeutung

Die Leukozyteninfiltration ist ein zentrales Merkmal vieler Erkrankungen und hat eine hohe diagnostische Relevanz. Sie wird unter anderem in folgenden Situationen beobachtet:

  • Akute Infektionen: Bakterielle oder virale Infektionen führen zu einer raschen Leukozyteninfiltration im betroffenen Gewebe.
  • Chronische Entzündungen: Bei Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Morbus Crohn oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ist eine anhaltende Leukozyteninfiltration charakteristisch.
  • Autoimmunerkrankungen: Das Immunsystem greift körpereigenes Gewebe an, was zu einer dauerhaften Infiltration mit Leukozyten führt, zum Beispiel bei Lupus erythematodes oder Hashimoto-Thyreoiditis.
  • Tumorerkrankungen: In vielen Tumoren finden sich infiltrierende Leukozyten, die entweder eine antitumorale Immunreaktion darstellen oder zur Tumorprogression beitragen können.
  • Transplantatabstoßung: Die Infiltration von Immunzellen in ein transplantiertes Organ ist ein Zeichen einer Abstoßungsreaktion.

Diagnose

Die Leukozyteninfiltration wird in der Regel durch eine histologische Untersuchung nachgewiesen. Dabei wird eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen, mit speziellen Färbemethoden behandelt und unter dem Mikroskop auf das Vorhandensein und die Art der eingewanderten Leukozyten untersucht. Das Muster der Infiltration – zum Beispiel welche Zelltypen dominieren, wie dicht die Infiltration ist und in welchen Gewebeschichten sie auftritt – liefert wichtige Hinweise auf die Ursache und Art der Erkrankung.

Therapeutische Relevanz

Da die Leukozyteninfiltration ein zentraler Schritt bei Entzündungsreaktionen ist, stellt sie auch einen wichtigen therapeutischen Angriffspunkt dar. Verschiedene Medikamentenklassen zielen darauf ab, die Einwanderung von Leukozyten zu hemmen:

  • Kortikosteroide (z. B. Prednisolon) unterdrücken die Produktion von Entzündungsbotenstoffen und hemmen damit die Leukozyteninfiltration.
  • Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) (z. B. Ibuprofen) reduzieren Entzündungsreaktionen und damit auch die Leukozyteneinwanderung.
  • Biologika, wie TNF-alpha-Inhibitoren oder Interleukin-Antagonisten, blockieren gezielt einzelne Entzündungsbotenstoffe und werden bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.
  • Immunsuppressiva werden bei Autoimmunerkrankungen und nach Organtransplantationen eingesetzt, um die übermäßige Aktivierung von Immunzellen und ihre Infiltration in das Gewebe zu hemmen.

Quellen

  1. Kumar V, Abbas AK, Aster JC. Robbins and Cotran Pathologic Basis of Disease. 10th ed. Elsevier; 2020.
  2. Ley K, Laudanna C, Cybulsky MI, Nourshargh S. Getting to the site of inflammation: the leukocyte adhesion cascade updated. Nature Reviews Immunology. 2007;7(9):678-689. PubMed PMID: 17717539.
  3. World Health Organization (WHO). Inflammation and Immune Response. WHO Technical Reports; 2021.

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