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Die limitierende Aminosäure ist jene essentielle Aminosäure in einem Lebensmittel, die im Verhältnis zum menschlichen Bedarf am geringsten vorhanden ist und so die Proteinqualität begrenzt.
Die limitierende Aminosäure ist jene essentielle Aminosäure in einem Lebensmittel, die im Verhältnis zum menschlichen Bedarf am geringsten vorhanden ist und so die Proteinqualität begrenzt.
Als limitierende Aminosäure bezeichnet man jene essentielle Aminosäure in einem Nahrungsprotein, die im Vergleich zum Referenzmuster des menschlichen Bedarfs im größten Mangel vorliegt. Da der Körper Proteine nur dann vollständig synthetisieren kann, wenn alle benötigten Aminosäuren in ausreichender Menge vorhanden sind, bestimmt die am stärksten untervertretene Aminosäure die maximale Nutzbarkeit des gesamten Proteins. Dieses Prinzip wird häufig mit dem Bild eines Fasses mit unterschiedlich langen Dauben (Liebig'sches Minimumgesetz) veranschaulicht: So viel Wasser, wie die kürzeste Daube erlaubt – so viel Protein, wie die limitierende Aminosäure zulässt.
Der menschliche Körper kann 9 essentielle Aminosäuren nicht selbst herstellen und ist daher auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Diese sind:
Zur Bewertung der Proteinqualität vergleicht man das Aminosäuremuster eines Lebensmittels mit einem Referenzmuster, das von internationalen Organisationen wie der WHO und FAO definiert wurde. Die essentielle Aminosäure mit dem niedrigsten Verhältnis (Score) im Vergleich zum Referenzwert ist die limitierende Aminosäure.
Je nach Lebensmittelgruppe variiert die limitierende Aminosäure:
Die Proteinqualität eines Lebensmittels wird maßgeblich durch die limitierende Aminosäure bestimmt. Zur wissenschaftlichen Bewertung werden verschiedene Scores verwendet:
Ein DIAAS-Wert von 1,0 oder darüber bedeutet, dass das Protein alle essentiellen Aminosäuren in ausreichender Menge liefert. Tierische Proteine wie Ei, Milch oder Fleisch erreichen häufig Werte von 1,0 oder höher, während pflanzliche Proteine oft darunter liegen.
Durch eine geschickte Kombination verschiedener pflanzlicher Lebensmittel lässt sich das Aminosäuremuster der Gesamtmahlzeit deutlich verbessern. Dieses Prinzip nennt sich Proteinkomplementierung:
Es ist nicht notwendig, komplementierende Proteine innerhalb einer einzigen Mahlzeit zu verzehren. Eine ausgewogene Zufuhr über den Tag hinweg reicht aus, um den Bedarf an allen essentiellen Aminosäuren zu decken.
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