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Der Lipidakkumulationsprodukt Index (LAP) ist ein klinischer Messwert zur Beurteilung der viszeralen Fettansammlung und des kardiometabolischen Risikos bei Erwachsenen.
Der Lipidakkumulationsprodukt Index (LAP) ist ein klinischer Messwert zur Beurteilung der viszeralen Fettansammlung und des kardiometabolischen Risikos bei Erwachsenen.
Der Lipidakkumulationsprodukt Index (kurz: LAP-Index) ist ein einfach berechenbarer klinischer Parameter, der zur Einschätzung der viszeralen Lipidakkumulation – also der Fettansammlung im Bauchbereich – verwendet wird. Er kombiniert zwei leicht messbare Größen: den Taillenumfang (in Zentimetern) und den nüchternen Triglyzeridwert (im Blut). Damit ermöglicht er eine schnelle Risikostratifizierung ohne aufwändige bildgebende Verfahren.
Der LAP-Index wurde erstmals von Kahn (2005) beschrieben und hat sich seitdem als wertvolles Instrument in der präventiven Medizin und der kardiometabolischen Risikobeurteilung etabliert.
Die Formel zur Berechnung unterscheidet sich je nach Geschlecht:
Ein höherer LAP-Wert weist auf eine größere viszerale Fettmasse und ein erhöhtes Risiko für Stoffwechselerkrankungen hin. Die genauen Grenzwerte können je nach Studie und Population variieren, aber generell gilt ein LAP über 34 (Frauen) bzw. über 58 (Männer) als erhöht.
Der LAP-Index wird vor allem in folgenden medizinischen Bereichen eingesetzt:
Im Vergleich zum herkömmlichen Body-Mass-Index (BMI) berücksichtigt der LAP nicht nur das Körpergewicht, sondern auch die Verteilung des Körperfetts und den Triglyzeridspiegel im Blut. Damit liefert er präzisere Informationen über das metabolische Risikoprofil einer Person. Gegenüber bildgebenden Verfahren wie der MRT oder CT zur Messung des viszeralen Fetts ist der LAP deutlich kostengünstiger und in der klinischen Praxis einfacher anzuwenden.
Trotz seiner Vorteile hat der LAP-Index auch Grenzen:
Der LAP-Index wird in der Regel im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen, Stoffwechselscreenings oder bei Verdacht auf ein metabolisches Syndrom bestimmt. Dazu benötigt der Arzt lediglich den Taillenumfang des Patienten sowie den aktuellen nüchternen Triglyzeridwert aus dem Blutbild. Die Berechnung ist einfach und erfordert keine zusätzlichen technischen Geräte.
Ein erhöhter LAP-Wert sollte stets im klinischen Kontext bewertet werden und kann Anlass für weitere diagnostische Maßnahmen sein, wie etwa ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT), eine Lebersonografie oder ein erweitertes Lipidprofil.
Ein erhöhter LAP-Index ist kein Krankheitsbild an sich, sondern ein Risikomarker. Die wichtigsten Maßnahmen zur Senkung des LAP-Wertes umfassen:
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