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Eine Lipidinfusion ist eine intravenöse Verabreichung von Fettemulsionen zur Ernährung oder Behandlung. Sie wird vor allem bei parenteraler Ernährung und Lipidtoxizität eingesetzt.
Eine Lipidinfusion ist eine intravenöse Verabreichung von Fettemulsionen zur Ernährung oder Behandlung. Sie wird vor allem bei parenteraler Ernährung und Lipidtoxizität eingesetzt.
Eine Lipidinfusion (auch Lipidemulsion oder Fettinfusion) ist eine intravenöse Lösung, die Fette in Form von feinen Emulsionen enthält. Sie wird direkt in die Blutbahn verabreicht und dient entweder der Energiezufuhr im Rahmen der parenteralen Ernährung oder als Antidot bei bestimmten Vergiftungen durch lipidlösliche Substanzen.
Lipidinfusionen bestehen typischerweise aus pflanzlichen Ölen (z. B. Sojaöl, Olivenöl, Fischöl) sowie einem Emulgator wie Eilecithin und Glycerol. Je nach Fettsäurezusammensetzung unterscheidet man verschiedene Generationen:
Der häufigste Einsatzbereich ist die parenterale Ernährung, also die künstliche Ernährung über die Vene. Lipidinfusionen liefern dabei hochkonzentrierte Energie (ca. 9 kcal pro Gramm Fett) und essentielle Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Sie werden eingesetzt, wenn eine orale oder enterale Ernährung nicht möglich ist, zum Beispiel nach schweren Operationen, bei Darmerkrankungen oder auf der Intensivstation.
Eine besondere Indikation ist die sogenannte Lipid-Rescue-Therapie (Lipidrettungstherapie). Dabei werden hochdosierte Lipidemulsionen verwendet, um lipidlösliche Substanzen – vor allem lokale Anästhetika wie Bupivacain – aus dem Blut zu binden und so deren toxische Wirkung am Herzen und Nervensystem zu neutralisieren. Diese Methode wird bei akuter Lokalanästhetika-Intoxikation als Notfallbehandlung eingesetzt.
Lipidinfusionen werden in der Regel über einen zentralen oder peripheren Venenkatheter verabreicht. Die Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht, dem Energiebedarf und der klinischen Situation des Patienten. Im Rahmen der parenteralen Ernährung liegt die empfohlene Dosis üblicherweise bei 0,7 bis 1,5 g Lipide pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Bei der Lipid-Rescue-Therapie wird ein Bolus von 1,5 ml/kg einer 20%igen Lipidemulsion empfohlen, gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion.
Lipidinfusionen sind im Allgemeinen gut verträglich, können jedoch Nebenwirkungen verursachen:
Lipidinfusionen sollten nicht angewendet werden bei:
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