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Lorlatinib ist ein zielgerichtetes Krebsmedikament zur Behandlung des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms mit ALK- oder ROS1-Veränderung. Es hemmt mutierte Kinasen und überwindet die Blut-Hirn-Schranke.
Lorlatinib ist ein zielgerichtetes Krebsmedikament zur Behandlung des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms mit ALK- oder ROS1-Veränderung. Es hemmt mutierte Kinasen und überwindet die Blut-Hirn-Schranke.
Lorlatinib ist ein oral einzunehmender Wirkstoff aus der Gruppe der Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) der dritten Generation. Er wird zur Behandlung des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) eingesetzt, bei dem eine Veränderung des Gens ALK (Anaplastische Lymphomkinase) oder ROS1 nachgewiesen wurde. Diese genetischen Veränderungen führen zu einem unkontrollierten Zellwachstum, das durch Lorlatinib gezielt gehemmt werden kann.
Lorlatinib ist zugelassen für Erwachsene mit:
Besonders wertvoll ist Lorlatinib bei Patienten mit Hirnmetastasen, da der Wirkstoff die Blut-Hirn-Schranke effektiv überwinden kann.
Lorlatinib blockiert gezielt die ALK- und ROS1-Kinaseaktivität, indem es an das aktive Zentrum dieser Enzyme bindet. Im Vergleich zu TKI der ersten und zweiten Generation (z. B. Crizotinib, Alectinib) wirkt Lorlatinib auch gegen zahlreiche Resistenzmutationen, die unter Vortherapie entstehen können. Durch seine spezifische molekulare Struktur überwindet es zuverlässig die Blut-Hirn-Schranke und entfaltet so auch im zentralen Nervensystem eine antitumorale Wirkung.
Lorlatinib wird als Filmtablette einmal täglich oral eingenommen. Die empfohlene Standarddosis beträgt 100 mg pro Tag. Die Tabletten können mit oder ohne Mahlzeit eingenommen werden. Bei Nebenwirkungen kann die Dosis gemäß ärztlicher Anweisung reduziert oder die Behandlung vorübergehend unterbrochen werden.
Wie alle Krebsmedikamente kann Lorlatinib Nebenwirkungen verursachen. Die häufigsten umfassen:
Patienten sollten diese Symptome regelmäßig mit ihrem behandelnden Arzt besprechen. Blutfettwerte und neurologische Symptome bedürfen regelmäßiger Kontrolle.
Lorlatinib ist Teil eines zielgerichteten Therapiekonzepts bei genetisch veränderten Tumoren. Die Behandlung erfolgt in der Regel so lange, wie ein Ansprechen besteht und keine inakzeptablen Nebenwirkungen auftreten. Lorlatinib kann nach Vorbehandlung mit anderen ALK-Inhibitoren wie Crizotinib, Alectinib oder Brigatinib eingesetzt werden, da es gegen viele der dabei entstehenden Resistenzmutationen wirksam ist. In der Erstlinientherapie hat Lorlatinib gegenüber Crizotinib in der CROWN-Studie eine signifikant verlängerte progressionsfreie Überlebenszeit gezeigt.
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