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Eine Luxation ist eine vollständige Ausrenkung eines Gelenks, bei der die Gelenkflächen nicht mehr in Kontakt stehen. Sie erfordert ärztliche Behandlung.
Eine Luxation ist eine vollständige Ausrenkung eines Gelenks, bei der die Gelenkflächen nicht mehr in Kontakt stehen. Sie erfordert ärztliche Behandlung.
Eine Luxation (umgangssprachlich auch „Ausrenkung“ oder „Verrenkung“ genannt) bezeichnet die vollständige Verschiebung der Gelenkpartner eines Gelenks, sodass die Gelenkflächen keinen Kontakt mehr zueinander haben. Im Unterschied zur Subluxation, bei der noch ein teilweiser Kontakt besteht, sind bei einer vollständigen Luxation die Knochen vollständig aus ihrer normalen Position herausgetreten. Luxationen können an nahezu jedem Gelenk des Körpers auftreten, am häufigsten betroffen sind Schulter, Fingergelenke, Ellenbogen, Hüfte und Kniegelenk.
Luxationen entstehen meist durch äußere Gewalteinwirkung, können aber auch spontan auftreten:
Die Symptome einer Luxation sind in der Regel eindeutig und schmerzhaft:
Bei Verdacht auf eine Luxation sollte das betroffene Gelenk ruhiggestellt und umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Keinesfalls sollte versucht werden, das Gelenk selbst einzurenken, da dabei Nerven, Blutgefäße oder Knochen verletzt werden können.
Die Diagnose einer Luxation erfolgt durch:
Die wichtigste Behandlungsmaßnahme ist die Reposition – das Zurückführen der Gelenkpartner in ihre normale Position. Dies wird ausschließlich von medizinischem Fachpersonal durchgeführt, meist unter Schmerzmittelgabe oder Kurznarkose.
Nach der Reposition wird das Gelenk für eine bestimmte Zeit ruhiggestellt (z.B. mit einer Schiene oder Bandage), um die Heilung der Bänder und Weichteile zu ermöglichen. Anschließend erfolgt eine gezielte Physiotherapie, um Muskelkraft, Stabilität und Beweglichkeit wiederherzustellen.
Bei Begleitverletzungen wie Frakturen, Sehnenrissen oder schweren Bandverletzungen kann ein operativer Eingriff notwendig sein. Auch bei wiederkehrenden (habituellen) Luxationen, vor allem an der Schulter, wird häufig eine Operation empfohlen.
Nicht behandelte oder fehlbehandelte Luxationen können zu dauerhaften Gelenk- und Weichteilschäden, chronischer Instabilität, Arthrose oder Nervenschäden führen. Eine frühzeitige ärztliche Versorgung ist daher unbedingt erforderlich.
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