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Der Magenentleerungstest misst, wie schnell der Magen seinen Inhalt in den Dünndarm weitergibt. Er hilft bei der Diagnose von Magenentleerungsstörungen wie der Gastroparese.
Der Magenentleerungstest misst, wie schnell der Magen seinen Inhalt in den Dünndarm weitergibt. Er hilft bei der Diagnose von Magenentleerungsstörungen wie der Gastroparese.
Der Magenentleerungstest ist ein diagnostisches Verfahren, das misst, wie schnell der Mageninhalt in den Dünndarm weitertransportiert wird. Dieser Vorgang wird als Magenentleerung bezeichnet und ist ein wichtiger Teil der normalen Verdauung. Ist die Magenentleerung gestört, kann es zu Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl oder Bauchschmerzen kommen. Der Test liefert dem Arzt wichtige Informationen, um Erkrankungen wie die Gastroparese (verzögerte Magenentleerung) oder eine beschleunigte Magenentleerung zu erkennen und gezielt zu behandeln.
Der Test wird eingesetzt, wenn der Verdacht auf eine Störung der Magenentleerung besteht. Typische Hinweise sind:
Besonders häufig wird der Test bei Patienten mit Diabetes mellitus eingesetzt, da ein langfristig erhöhter Blutzucker die Magennerven schädigen und zu einer Gastroparese führen kann.
Die am häufigsten eingesetzte Methode ist die Magenentleerungsszintigraphie (auch: Gastric Emptying Scintigraphy). Der Patient nimmt eine standardisierte Testmahlzeit zu sich, die mit einer kleinen Menge eines schwach radioaktiven Stoffes (Radionuklid) markiert ist. Mit einer speziellen Kamera (Gammakamera) wird anschließend über mehrere Stunden gemessen, wie schnell die markierte Nahrung den Magen verlässt. Die dabei entstehenden Bilder erlauben eine genaue Beurteilung der Magenentleerungsrate.
Eine strahlenfreie Alternative ist der 13C-Atemtest. Hierbei wird eine Testmahlzeit mit dem stabilen, nicht radioaktiven Kohlenstoffisotop 13C markiert. Nach der Mahlzeit werden in regelmäßigen Abständen Atemproben gesammelt und analysiert. Anhand des gemessenen 13CO2-Gehalts in der Ausatemluft kann die Magenentleerungsrate berechnet werden. Diese Methode ist besonders geeignet für Kinder und Schwangere, da keine Strahlung verwendet wird.
In manchen Fällen kann auch ein Ultraschall des Magens eingesetzt werden, um die Magenentleerung zu beurteilen. Weitere Methoden umfassen die Magnetresonanztomographie (MRT) sowie speziell entwickelte Magenentleerungskapseln (SmartPill), die Druck, pH-Wert und Temperatur im Magen-Darm-Trakt messen.
Für eine zuverlässige Aussage sind bestimmte Vorbereitungen notwendig:
Bei der Szintigraphie gilt als Normwert, dass nach 4 Stunden weniger als 10 % der Testmahlzeit im Magen verbleiben sollten. Eine verzögerte Magenentleerung liegt vor, wenn mehr als 10 % der Nahrung nach 4 Stunden noch im Magen nachweisbar sind. Die genauen Normwerte können je nach verwendeter Methode und Labor leicht variieren. Der Arzt bespricht die Ergebnisse und deren Bedeutung individuell mit dem Patienten.
Der Magenentleerungstest ist in der Regel ein sicheres und gut verträgliches Verfahren. Bei der Szintigraphie ist die verwendete Strahlendosis sehr gering und mit der natürlichen Hintergrundstrahlung vergleichbar. Allergische Reaktionen auf die Testmahlzeit sind selten. Der 13C-Atemtest gilt als vollständig risikolos.
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