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Das Magenkarzinom ist ein bösartiger Tumor des Magens. Es zählt weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen und wird oft erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt.
Das Magenkarzinom ist ein bösartiger Tumor des Magens. Es zählt weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen und wird oft erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt.
Das Magenkarzinom ist ein bösartiger (maligner) Tumor, der aus den Schleimhautzellen des Magens entsteht. Es handelt sich in den meisten Fällen um ein sogenanntes Adenokarzinom, also einen Tumor, der von drüsenbildenden Zellen ausgeht. Das Magenkarzinom gehört weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen und ist eine der führenden krebsbedingten Todesursachen. In Deutschland erkranken jährlich mehrere tausend Menschen daran, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen.
Die genaue Ursache des Magenkarzinoms ist oft multifaktoriell, das heißt, mehrere Faktoren wirken zusammen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen:
Das Magenkarzinom verursacht in frühen Stadien häufig keine oder nur unspezifische Beschwerden, was die frühzeitige Diagnose erschwert. Mögliche Symptome umfassen:
Da diese Symptome auch bei harmlosen Erkrankungen auftreten können, ist eine ärztliche Abklärung bei anhaltenden Beschwerden unbedingt empfehlenswert.
Die wichtigste Untersuchungsmethode zur Diagnose des Magenkarzinoms ist die Magenspiegelung (Gastroskopie). Dabei wird ein dünnes, flexibles Instrument mit Kamera durch den Mund in den Magen eingeführt. Verdächtige Gewebeveränderungen können direkt entnommen und im Labor untersucht werden (Biopsie).
Weitere diagnostische Verfahren umfassen:
Die einzige kurative (heilende) Behandlungsoption ist die vollständige operative Entfernung des Tumors. Je nach Lage und Ausdehnung des Karzinoms wird ein Teil des Magens (Magenresektion) oder der gesamte Magen (Gastrektomie) entfernt. Dabei werden in der Regel auch die umgebenden Lymphknoten entfernt.
Eine Chemotherapie wird häufig vor der Operation eingesetzt (neoadjuvant), um den Tumor zu verkleinern, sowie nach der Operation (adjuvant), um verbliebene Krebszellen abzutöten. Typische Wirkstoffe sind Epirubicin, Cisplatin, Oxaliplatin und Fluorouracil.
Bei bestimmten Tumoreigenschaften können zielgerichtete Therapien eingesetzt werden. So wirkt der Antikörper Trastuzumab bei Tumoren mit Überexpression des HER2-Proteins. Immuntherapeutika wie Checkpoint-Inhibitoren (z. B. Nivolumab, Pembrolizumab) gewinnen zunehmend an Bedeutung bei fortgeschrittenen Stadien.
Die Strahlentherapie spielt beim Magenkarzinom eine untergeordnete Rolle, kann aber in bestimmten Situationen, etwa zur Symptomlinderung bei fortgeschrittener Erkrankung, eingesetzt werden.
Die Prognose des Magenkarzinoms hängt stark vom Erkrankungsstadium zum Zeitpunkt der Diagnose ab. Bei frühzeitiger Entdeckung (Frühkarzinom) sind die Heilungsaussichten gut. In fortgeschrittenen Stadien ist die Prognose jedoch deutlich schlechter, da der Tumor häufig bereits Lymphknoten oder andere Organe befallen hat. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt in Deutschland insgesamt bei etwa 30 bis 35 Prozent, variiert aber stark je nach Stadium.
Folgende Maßnahmen können das Risiko für ein Magenkarzinom senken:
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