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Magnesiumoxid ist eine anorganische Magnesiumverbindung, die als Nahrungsergänzungsmittel und Arzneimittel eingesetzt wird. Es dient der Behandlung von Magnesiummangel, Säureschmerzen und Verstopfung.
Magnesiumoxid ist eine anorganische Magnesiumverbindung, die als Nahrungsergänzungsmittel und Arzneimittel eingesetzt wird. Es dient der Behandlung von Magnesiummangel, Säureschmerzen und Verstopfung.
Magnesiumoxid (chemische Formel: MgO) ist eine anorganische Verbindung aus Magnesium und Sauerstoff. Es gehört zu den am häufigsten verwendeten Magnesiumverbindungen in der Medizin und Pharmaindustrie. Als weißes Pulver oder in Kapselform erhältlich, wird es sowohl als Nahrungsergänzungsmittel zur Deckung des Magnesiumbedarfs als auch als Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Beschwerden eingesetzt. Im Vergleich zu anderen Magnesiumverbindungen weist Magnesiumoxid einen besonders hohen Magnesiumgehalt (ca. 60 %) auf, jedoch eine geringere Bioverfügbarkeit.
Magnesiumoxid entfaltet im Körper seine Wirkung auf mehreren Ebenen:
Magnesiumoxid wird häufig zur Behandlung und Vorbeugung von Magnesiummangel (Hypomagnesiämie) eingesetzt. Typische Symptome eines Mangels sind Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Herzrhythmusstörungen und Reizbarkeit. Risikogruppen sind ältere Menschen, Diabetiker, Personen mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen sowie Schwangere.
Als Antazidum wird Magnesiumoxid zur kurzfristigen Linderung von Magenbeschwerden, Sodbrennen und Säurerückfluss eingesetzt. Es wirkt schnell und ohne systemische Nebenwirkungen bei kurzfristiger Anwendung.
Bei höheren Dosierungen dient Magnesiumoxid als mildes Laxativum (Abführmittel). Es findet vor allem bei kurzfristiger Obstipation oder zur Darmvorbereitung vor medizinischen Eingriffen Anwendung.
Es gibt Hinweise aus klinischen Studien, dass eine regelmäßige Magnesiumergänzung, auch in Form von Magnesiumoxid, die Häufigkeit und Intensität von Migräneanfällen reduzieren kann. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft führt Magnesium als Option in der Prophylaxe an.
Die Dosierung von Magnesiumoxid variiert je nach Anwendungszweck:
Die Einnahme erfolgt in der Regel oral mit ausreichend Flüssigkeit. Für eine bessere Bioverfügbarkeit empfiehlt sich die Einnahme zu einer Mahlzeit. Da die Bioverfügbarkeit von Magnesiumoxid im Vergleich zu organischen Magnesiumverbindungen (z.B. Magnesiumcitrat oder Magnesiumglycinat) geringer ist, werden mitunter andere Verbindungen bevorzugt, wenn eine optimale Resorption im Vordergrund steht.
Magnesiumoxid ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
Magnesiumoxid sollte nicht oder nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden bei:
Die Bioverfügbarkeit beschreibt, wie viel eines aufgenommenen Stoffs tatsächlich im Körper wirksam wird. Magnesiumoxid hat mit ca. 4–20 % eine vergleichsweise geringe Resorptionsrate. Organische Verbindungen wie Magnesiumcitrat oder Magnesiumglycinat werden deutlich besser resorbiert. Dennoch ist Magnesiumoxid aufgrund seines hohen Magnesiumgehalts pro Gramm und seiner günstigen Herstellung weit verbreitet.
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