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Magnesiumresorbierbarkeit beschreibt, wie gut der Körper Magnesium aus Nahrung oder Präparaten aufnehmen kann. Sie hängt von der Magnesiumverbindung, der Dosis und individuellen Faktoren ab.
Magnesiumresorbierbarkeit beschreibt, wie gut der Körper Magnesium aus Nahrung oder Präparaten aufnehmen kann. Sie hängt von der Magnesiumverbindung, der Dosis und individuellen Faktoren ab.
Die Magnesiumresorbierbarkeit beschreibt die Fähigkeit des menschlichen Organismus, Magnesium aus der Nahrung oder aus Nahrungsergänzungsmitteln über den Magen-Darm-Trakt aufzunehmen und in den Blutkreislauf zu transportieren. Fachsprachlich wird dieser Vorgang auch als Bioverfügbarkeit bezeichnet. Je höher die Bioverfügbarkeit einer Magnesiumverbindung ist, desto effektiver kann der Körper das Mineral nutzen.
Magnesium ist ein lebenswichtiges Mineral, das an über 300 enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt ist. Es spielt eine zentrale Rolle für die Muskel- und Nervenfunktion, den Energiestoffwechsel, die Proteinsynthese sowie die Regulierung des Blutdrucks und des Blutzuckers.
Die Aufnahmerate von Magnesium im Darm ist variabel und wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst:
Nicht alle Magnesiumformen sind gleich gut resorbierbar. Organische Magnesiumverbindungen gelten in der Regel als besser bioverfügbar als anorganische:
Die Resorptionsrate sinkt mit steigender Einzeldosis. Bei niedrigeren Dosen (unter 200 mg) wird ein größerer Anteil des Magnesiums resorbiert als bei hohen Einzeldosen. Es empfiehlt sich daher, die tägliche Magnesiumzufuhr auf mehrere kleinere Dosen aufzuteilen, um die Gesamtaufnahme zu maximieren.
Bei einem Magnesiummangel erhöht der Körper reflexartig die intestinale Resorptionsrate, um den Mangel auszugleichen. Umgekehrt wird bei ausreichender Versorgung weniger Magnesium aufgenommen.
Bestimmte Substanzen in der Nahrung können die Magnesiumaufnahme hemmen oder fördern:
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Zöliakie oder ein Kurzdarmsyndrom können die Magnesiumresorption erheblich einschränken. Auch Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 sowie die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Protonenpumpenhemmer, Diuretika) beeinflussen die Bioverfügbarkeit negativ.
Ältere Menschen haben häufig eine verminderte Magnesiumresorption, da die Darmfunktion im Alter nachlässt und gleichzeitig die renale Ausscheidung zunimmt. Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit ist der Bedarf erhöht und die Resorption entsprechend angepasst.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Magnesiumzufuhr von:
Da nicht das gesamte zugeführte Magnesium resorbiert wird, ist die tatsächlich benötigte Zufuhrmenge höher als der physiologische Bedarf. Die durchschnittliche intestinale Resorptionsrate liegt beim gesunden Erwachsenen zwischen 30 und 50 Prozent der aufgenommenen Menge.
Magnesium kommt in vielen Lebensmitteln vor. Besonders gute Quellen mit vergleichsweise hoher Bioverfügbarkeit sind:
Ein unzureichend resorbiertes oder zu wenig zugeführtes Magnesium kann zu einem Magnesiummangel (Hypomagnesiämie) führen. Typische Symptome sind:
Die Diagnose eines Magnesiummangels erfolgt über eine Blutuntersuchung, wobei der Serummagnesiumwert sowie ergänzend der Magnesiumgehalt in den Erythrozyten (roten Blutkörperchen) bestimmt werden kann.
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